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Warum sich das Studium lohnt: Mit Master 300.000 Euro mehr

In Deutschland gibt es immer mehr Akademiker. Lohnt sich der Aufwand aus finanzieller Sicht? (Bild: ddp)

Eine aktuelle Studie zeigt auf: Das Studium in Deutschland lohnt sich, vor allem im Hinblick auf ein ganzes Arbeitsleben. Doch auch mit Ausbildungsberufen kann man es weit bringen – unter einer Voraussetzung.

Heute studieren in Deutschland 2,8 Millionen Menschen, fast eine Million mehr als vor zehn Jahren. Das ist nicht für alle gut: Denn die Wirtschaft sagt einen nur schwach wachsenden Bedarf an Akademikern voraus, an ausgebildeten Fachkräften wiederum mangelt es schon heute. Für viele ist natürlich die Gehaltsfrage ein treibender Motor, wenn es um die Frage geht, ob es nach der Schule in einen Ausbildungsbetrieb, an die Fachhochschule oder die Universität geht. Und dass sich das Studium finanziell auszahlt – das ergab nun auch eine Datenauswertung des Vergleichsportals Gehalt.de in Hamburg, aus der die „Welt“ zitiert.

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Demnach hat das Vergleichsportal rund 10.000 Datensätze ausgewertet und das zu erwartende Lebenseinkommen von Arbeitnehmern in Deutschland ermittelt. Zwischen Berufseinstieg und Rentenbeginn können Beschäftigte mit Bachelor-Abschluss laut Gehalt.de insgesamt 2,3 Millionen Euro brutto verdienen. Wer einen Master vorweisen kann, kommt im Laufe seines Berufslebens auf rund 300.000 Euro brutto mehr.

„Absolventen haben grundsätzlich bessere Chancen auf ein hohes Gehalt, doch auch in Ausbildungsberufen können Beschäftigte sehr gut verdienen“, zitiert die „Welt“ Philip Bierbach, den Geschäftsführer von Gehalt.de. „Insbesondere, wenn sie Führungsverantwortung haben.“

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Ist normalerweise für Berufstätige mit Ausbildung das Ende der Gehaltsdynamik erreicht, wenn sie älter sind als 40 Jahre, können diejenigen, die Personalverantwortung übernehmen auch danach noch einmal deutlich mehr verdienen. So könne laut Gehalt.de ein Speditionsleiter mit abgeschlossener Ausbildung in vier Jahrzehnten bis zum Ruhestand 2,7 Millionen Euro brutto verdienen – also mehr als ein Akademiker mit Bachelor- (2,3 Millionen) oder Master-Abschluss (2,6 Millionen)!

Was man bei all den schönen siebenstelligen Zahlen natürlich nicht vergessen darf – den Arbeitnehmern bleibt monatlich nicht allzu viel davon übrig. Wie der Bund der Steuerzahler ausgerechnet hat, muss ein Single, der monatlich 6132 Euro brutto verdient insgesamt 45,8 Prozent Steuern und Sozialbeiträge abdrücken.