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Wandel zur E-Mobilität: Bosch prüft Schließung eines Werks in München und verkauft Werk in Göttingen

·Lesedauer: 2 Min.

Der Autozulieferer Bosch will Medienberichten zufolge sein Produktionsnetzwerk verkleinern. Demnach prüfe das Unternehmen derzeit die Schließung seines Werks in München Berg am Laim sowie eine mögliche Produktionsverlagerung. Bosch produziert dort mit etwa 250 Angestellten elektrische Kraftstoffpumpen und Einspritzventile. Der Autozulieferer führe derzeit "Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern zur Zukunft des Standorts", wird eine Konzernsprecherin von der Zeitung "Münchner Merkur" zitiert, die zuerst über das Thema berichtet haben. Man sei dabei, "verschiedene Szenarien" zu prüfen — unter anderem eine vollständige Verlagerung der Produktion.

Als Begründung soll die Konzern-Sprecherin den Wandel vom Verbrenner zum elektrischen Antrieb angegeben haben. Dies führe zu "erheblichen Überkapazitäten und damit zu einem hohen Anpassungsbedarf". Einer Entwicklung, der sich auch Bosch nicht entziehen könne.

Laut einem Bericht des "Handelsblatts" soll zudem das Werk in Göttingen mit 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den chinesischen Batteriehersteller Gotion High-Tech verkauft werden. Das Ziel ist, dort eine Montage von Lithium-Ionen-Batterien aufzubauen. Alle Anteile der Robert Bosch Aftermarket Solutions GmbH sollen an das chinesisches Unternehmen gehen. Einen Kaufpreis nannten Bosch und Gotion High-Tech laut dem "Handelsblatt" nicht. Bisher wurden am Standort Götting in erster Linie gebrauchte Ersatzteile sortiert und aufbereitet, um sie später wiederzuverwenden.

Am Standort in Arnstadt im thüringischen Landkreis Ilmkreis müssen rund 100 Mitarbeiter von Bosch ebenfalls um ihre Stellen bangen. Vor wenigen Tagen hat das Unternehmen angekündigt, die Fertigung von Generatoren-Reglern dort einzustellen. Ab dem kommenden Jahr lägen hierfür keine Aufträge mehr vor, erklärte eine Sprecherin im "Handelsblatt". Der Grund sei, dass Generatoren in Elektro- und Hybridautos nicht mehr gebraucht werden. Den Betroffenen werde eine Stelle im bayerischen Ansbach angeboten, hieß es.

Die Anpassung an die Elektromobilität lässt laut dem "Handelsblatt" tausende Jobs in Deutschland wackeln. Allein der Automobilzulieferer Continental will weltweit bis zu 30.000 Stellen und ZF in Friedrichshafen 15.000 Stellen abbauen. Allerdings sind bei ZF betriebsbedingte Kündigungen im Inland durch einen Transformationstarifvertrag bis Ende 2022 ausgeschlossen.

Bosch hat bisher noch keine endgültige Zahl genannt, wie viele Stellen abgebaut werden. Laut dem Bericht im "Handelsblatt" sind aber mittlerweile zusammengerechnet mehr als 3000 Jobs betroffen. Wie die Zeitung schreibt, dürften im Herbst weitere Entscheidungen anstehen — es wird befürchtet, dass die Inlandswerke weiter ausgedünnt werden. Bosch gilt aber laut dem Bericht als Unternehmen, das sich besonders seiner sozialen Verantwortung bewusst ist und sich immer um Sozialverträglichkeit bemüht.

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