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Vorwürfe gegen Wefox-Chef Mark Hartigan: Drängt er Investoren mit einem Trick zu einem Verkauf, um daran Millionen zu verdienen?

Wie schlecht steht es um Wefox wirklich? - Copyright: Wefox
Wie schlecht steht es um Wefox wirklich? - Copyright: Wefox

Vergangene Woche häuften sich die Berichte, dass es um das Berliner Versicherungs-Startup Wefox wohl schlimmer stehen könnte, als gedacht. Denn Wefox-CEO Mark Hartigan soll seine Investoren gewarnt haben, dass das Unternehmen bereits im Sommer pleitegehen könnte, berichtete "Sky News". Hartigan soll die Nachricht Anfang Mai in einem Rundschreiben verbreitet haben.

Eine Insolvenz wäre wohl ein Horror-Szenario für die Investoren, die alleine in 2022 satte 400 Millionen Euro in das Berliner Startup steckten. Doch wie realistisch ist die Einschätzung von Hartigan wirklich?

Nicht alle Investoren glauben, dass es um Wefox tatsächlich so schlecht steht. Ein Investor vermutet laute britischen Medien sogar, dass Hartigan die drohende Insolvenz ausnutzt, um Investoren zu einem Verkauf zu bewegen, an dem er ordentlich mitverdienen würde.

Berichte über Verkaufsplan und Bonus

Die britische "Financial Mail on Sunday" berichtet nämlich, dass Hartigan Wefox angeblich aktuell zum Verkauf anbietet. Er soll sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit Ardonagh befinden, einem führenden Londoner Versicherungsmakler. Wenn der Deal durchgehen sollte, würde Hartigan angeblich einen Bonus von 20 Millionen Pfund (entspricht 23 Millionen Euro) kassieren, schreibt die Mail on Sunday. Die drohende Insolvenz sei ein Druckmittel, um den Deal über die Bühne zu bringen.

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"Hartigan übt maximalen Druck auf die Anleger aus, damit sie seinem Plan zustimmen, zu einem Schleuderpreis an Ardonagh zu verkaufen und seinen Bonus zu kassieren", zitiert die Mail on Sunday eine Quelle. "Wefox ist im Grunde ein schnell wachsendes und solides Unternehmen, das nur weitere Investitionen benötigt."

Ein anderer Investor berichtet, Hartigan habe versucht, ihnen "Angst einzujagen, damit wir glauben, dass sich das Unternehmen in einer Sackgasse befindet, aber wir glauben ihm nicht". Manche Investoren würden diskutieren, wie man den Plan stoppen und Hartigan austauschen könnte.

In der Vergangenheit soll Hartigan bereits ähnliche Taktiken verwendet haben, um den Versicherer Liverpool Victoria (LV) an das Private Equity Gesellschaft Bain Capital zu verkaufen. Doch der Deal wurde 2021 von LV gestoppt.

Wefox erhielt Finanzspritze, berichtet Investor

Ende vergangener Woche teilte Wefox-Investor Chrysalis mit, dass man sich kürzlich mit 3 Millionen Euro an einer Aktionärssammlung von 20 Millionen Euro durch Wefox beteiligt habe. Es sei also wieder Geld ins Unternehmen geflossen.

"Es wurde ein Plan aufgestellt, um das Geschäftsmodell von wefox zu vereinfachen und das Unternehmen in Richtung Profitabilität zu führen", sagte Chrysalis in einer Mitteilung an die Aktionäre. Nach diesen Gesprächen glaube Chrysalis, dass es einen Weg gibt, um einen erfolgreichen Ausgang für Wefox zu gewährleisten.