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Volkswagen will mit Marke Skoda endlich Schwellenländer knacken

Christoph Rauwald
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Die Volkswagen AG schickt seine Marke Skoda ins Rennen um mehr Marktanteile in Schwellenländern. Bisher hinkt der Wolfsburger Konzern dort oft Wettbewerbern aus Asien hinterher.

Die profitabelste Volumenmarke im Konzern will in Indien oder Südostasien investieren und mehr Geld in die Elektrifizierung stecken, so Vorstandschef Thomas Schäfer in einem Telefoninterview. In Indien hatte das Unternehmen sein Geschäft umgekrempelt, nachdem eine angedachte Kooperation mit Tata Motors Ltd. nicht zustande kam. In Südostasien wird womöglich eine neue Fabrik gebaut.

“Wir sehen enormes Wachstumspotenzial in Schwellenländern”, sagte Schäfer, der seit August im Amt ist. “Wir sind in guten Gesprächen etwa in Ländern wie Vietnam.”

VWs Bilanz in Schwellenländern ist durchwachsen. Frühere Versuche, Autos am unteren Ende der Preisspanne zu fertigen und Partnerschaften mit lokalen Herstellern endeten oft schmerzhaft. Mit Tata, zu denen auch Jaguar Land Rover gehört, zerstritt man sich 2017, nachdem Kostenziele verfehlt wurden. Erfolge in Südostasien, Russland oder Nordafrika könnten Skoda helfen, aus bewährter Verbrennertechnologie noch länger Umsätze zu ziehen, die helfen würden, die Wende zu elektrischem Fahren in Europa zu finanzieren, dem Hauptmarkt der tschechischen Marke.

Die Entscheidung über ein Werk in Südostasien hatte sich aufgrund von Reiserestriktionen wegen der Pandemie verzögert, wird aber womöglich noch dieses Jahr getroffen. Derzeit geben Hersteller aus Japan und Südkorea in der Region den Ton an.

Fahrzeuge von Skoda sind günstiger als die Modelle der Marke VW, technologisch aber in vielerlei Hinsicht gleichwertig. Während VW seine Premiummarken Audi und Porsche gegen Rivalen wie Mercedes-Benz oder Tesla Inc. ins Rennen schickt, positioniert der Konzern seine tschechische Tochter als Wettbewerber von Peugeot, Renault oder Hyundai.

Skoda hat seine Modellpalette in Indien verjüngt mit neuen Liomousinen und dem SUV Kushaq, nachdem die Marke letztes Jahr nur spärliche 10,000 Fahrzeuge absetzen konnte. Dominiert wird Indien von Maruti Suzuki und Hyundai.

“Wir haben jetzt die richtige Strategie, das richtige Team und die richtigen Produkte für Wachstum in Indien,” so Schäfer. Die Fabrik in Pune, wo der Konzern auch Fahrzeuge der Marke VW baut, hat Potenzial für bis zu einer Viertel Million Fahrzeuge, so der Manager.

Erstes Elektro-SUV

In Europa bringt Skoda dieses Jahr mit dem Enyaq IV sein erstes vollelektrisches SUV auf den Markt, basierend auf der Volumenplattform des Konzerns für Batteriefahrzeuge. Eine kleinere Variante soll bis 2025 folgen, vorher wird es noch ein Coupe geben. In der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts kommt auch einen Stromer in der Größe des Bestsellers Octavia.

“Wir müssen noch mehr tun, um die Kosteneffizienz zu verbessern,” so Schäfer. Mittelfristig will die Marke nämlich zurück zum Vorkrisenniveau, als an operativem Gewinn 8% vom Umsatz hängenblieb, beinahe doppelt so viel wie 2020.

Überschrift des Artikels im Original:VW Taps Skoda for Expansion Push in Elusive Emerging Markets

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©2021 Bloomberg L.P.