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VIRUS/Hofreiter: Bundesregierung agiert in Flüchtlingskrise 'beschämend'

BERLIN (dpa-AFX) - Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat Pläne der Bundesregierung als "beschämend" bezeichnet, maximal 1500 schutzbedürftige Kinder aus den griechischen Flüchtlingslagern in Europa zu verteilen. Natürlich sei jedes Kind, das aus den katastrophalen Umständen gerettet werde, besser als keines, sagte Hofreiter am Dienstag in Berlin vor einer Sitzung der Bundestagsfraktion. "Aber wir haben über 140 Kommunen in der Bundesrepublik Deutschland, die Kapazitäten haben und sich bereit erklärt haben, Menschen aufzunehmen."

Bei einem Treffen des Koalitionsausschusses in der Nacht zum Montag hatten sich die Koalitionäre auf die Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Kindern und Jugendlichen aus den überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland geeinigt. Deutschland sei bereit, im Rahmen einer "Koalition der Willigen" auf europäischer Ebene "einen angemessenen Anteil" zu übernehmen, heißt es in dem Beschluss des Koalitionsausschusses. Es handele sich dabei um Kinder, die entweder wegen einer schweren Erkrankung dringend behandlungsbedürftig oder aber unbegleitet und jünger als 14 Jahre alt sind, die meisten davon Mädchen.