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"Verdacht auf grobe Pflichtverletzung": Was angeblich hinter dem Rauswurf von René Benkos wichtigstem Signa-Manager steckt

Bild aus gemeinsamen Tagen: Ex-Signa-Vorstand Timo Herzberg und der österreichische Immobilien-Unternehmer René Benko. - Copyright: picture alliance/SZ Photo/Johannes Simon
Bild aus gemeinsamen Tagen: Ex-Signa-Vorstand Timo Herzberg und der österreichische Immobilien-Unternehmer René Benko. - Copyright: picture alliance/SZ Photo/Johannes Simon

Es gibt ein Bild, vom 8. Februar 2018. Eine Pressekonferenz im Hamburger Rathaus; Anlass ist der Beginn des Baus des – noch immer nicht fertigen und vor einer ungewissen Zukunft stehenden – Hamburger Elbtowers. Olaf Scholz (SPD), damals Hamburger Bürgermeister, steht lächelnd in der Fotomitte, vor ihm ein Modell der Hamburger Hafencity, Elbtower inklusive. Um Scholz herum einige Personen, Christoph Felger vom Architekturbüro David Chipperfield etwa, und Dorothee Stapelfeldt (SPD), damals Senatorin für Stadtentwicklung von Hamburg. Und ganz links in der Gruppe, die Hände verschränkt, ein Lächeln lässt sich nur erahnen: Timo Herzberg.

Herzberg ist damals CEO für das Deutschlandgeschäft der Signa-Gruppe des österreichischen Einst-Milliardärs René Benko. Später, 2021, wird Herzberg Chef der Signa Prime und der Signa Development. Jahrelang ist er der wohl wichtigste Manager in Benkos Immobilienreich, betreut dessen wertvollste Objekte. Bis zu Beginn dieser Woche.

Denn am Montag hat die sich tief in einer Insolvenz-Krise befindliche Signa-Gruppe die Entlassung Herzbergs nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung verkündet. Der Grund sei ein „Verdacht auf grobe Pflichtverletzungen“. Herzberg sei "mit sofortiger Wirkung seiner Funktionen enthoben und mit sofortiger Wirkung außerordentlich und fristlos gekündigt. Die Verdachtslage war eindeutig und ließ den Aufsichtsräten keine andere Wahl.“

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Das jähe Ende eines steilen Aufstiegs im Signa-Imperium – doch warum?

Dubiose Mietgeschäfte und eine Porsche-Flotte

Wie das "Handelsblatt" berichtet, sollen Herzberg und zwei Partner im Sommer dieses Jahres ein Firmennetzwerk aufgestellt haben, das auch Geschäfte mit Signa machte. Diese Geschäfte seien der Grund für die Vorwürfe gegen Herzberg – denn laut dem "Handelsblatt" wurden sie zu Vorzugskonditionen zugunsten der neuen Firmen des Signa-Managers getätigt.

So habe etwa die zu 60 Prozent Herzberg gehörende Wellnessfirma Havit deutlich unter Marktwert liegende Mieten für Büroflächen in Berlin erhalten. Auch soll Herzberg mehrere Porsche-Fahrzeuge besitzen, die er in einem Signa-Gebäude in Berlin zu ungewöhnlich niedrigen Parkgebühren geparkt habe.

Herzbergs Anwalt bestreitet auf Anfrage des "Handelsblatts" ein Fehlverhalten seines Klienten. "Die im Raum stehenden Vorwürfe sind haltlos und werden von Herrn Herzberg entschieden zurückgewiesen. Mit Blick auf das laufende Verfahren können wir derzeit keine weiteren Kommentare abgeben."

jg