Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    13.786,29
    -93,04 (-0,67%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.636,44
    -48,84 (-1,33%)
     
  • Dow Jones 30

    31.104,71
    -297,30 (-0,95%)
     
  • Gold

    1.730,70
    -44,70 (-2,52%)
     
  • EUR/USD

    1,2093
    -0,0093 (-0,7619%)
     
  • BTC-EUR

    38.656,48
    -2.764,85 (-6,67%)
     
  • CMC Crypto 200

    936,26
    +3,13 (+0,34%)
     
  • Öl (Brent)

    61,52
    -2,01 (-3,16%)
     
  • MDAX

    31.270,86
    -370,00 (-1,17%)
     
  • TecDAX

    3.346,40
    -21,82 (-0,65%)
     
  • SDAX

    15.109,96
    -157,04 (-1,03%)
     
  • Nikkei 225

    28.966,01
    -1.202,26 (-3,99%)
     
  • FTSE 100

    6.483,43
    -168,53 (-2,53%)
     
  • CAC 40

    5.703,22
    -80,67 (-1,39%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.279,60
    +160,17 (+1,22%)
     

Verband sieht Trend zu regionaler Beschaffung in der Corona-Krise

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Corona-Krise zwingt manche Firma in Deutschland zum Umdenken. Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) beobachtet einen Trend hin zur regionalen Beschaffung. Ziel sei es, die Lieferantenbasis in der jeweiligen Region zu stärken. "In vielen Fällen wird inzwischen geprüft, wie Lieferanten näher herangeholt werden können", sagte BME-Experte Olaf Holzgrefe. "Das verkürzt die Lieferketten und verbessert die Planbarkeit." Damit würden sich auch Chancen für Europa ergeben.

Zu Beginn der Pandemie waren Lieferketten teils gerissen, inzwischen belasten gesunkene Frachtkapazitäten und damit verbunden höhere Kosten für den Transport von Produktionsteilen.

Allerdings sind aus Holzgrefes Sicht nicht alle Unternehmen in der Lage, einen Lieferanten beispielsweise aus Asien durch einen heimischen oder europäischen zu ersetzen. "Für große globale Konzerne ist es schwieriger als für mittelständische Firmen", erläuterte er. Kaum machbar sei es in der Autoindustrie.

"Dort sind die Lieferketten extrem differenziert. Ein großer Teil der Elektronik kommt aus Asien und lässt sich in der Regel nicht durch Anbieter aus anderen Ländern ersetzen." Je größer die Abhängigkeit von einem Lieferanten sei, desto schwieriger seien Änderungen. Insgesamt sind aus seiner Sicht die Potenziale in Europa "aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft."

Nach einer im Dezember veröffentlichten Umfrage des Kreditversicherers Euler Hermes bei knapp 1200 Firmen aus fünf Ländern erwägt gut jedes zweite Unternehmen (55 Prozent), sich in den nächsten sechs bis zwölf Monaten neue Lieferanten zu suchen. Dabei gaben die Unternehmen häufig an, dass sie Lieferanten im eigenen Land bevorzugen würden - allerdings nicht ausschließlich.

Deutsche Unternehmen wollen sich bei der Suche nach neuen Lieferanten im eigenen Land und daneben vor allem bei den österreichischen Nachbarn umsehen. Der Umfrage zufolge spielen auch Frankreich und weiterhin China eine wichtige Rolle. Bereits 76 Prozent der befragten 217 deutschen Firmen bereits Lieferanten im eigenen Land.