Deutsche Märkte öffnen in 6 Stunden 47 Minuten
  • Nikkei 225

    28.303,65
    +334,66 (+1,20%)
     
  • Dow Jones 30

    34.589,77
    +737,24 (+2,18%)
     
  • BTC-EUR

    16.423,03
    +134,52 (+0,83%)
     
  • CMC Crypto 200

    406,92
    +6,22 (+1,55%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.468,00
    +484,22 (+4,41%)
     
  • S&P 500

    4.080,11
    +122,48 (+3,09%)
     

Unternehmen in Deutschland fürchten Einbrüche - 'Das Schlimmste kommt noch'

BERLIN (dpa-AFX) -Die deutsche Wirtschaft erwartet einen harten Winter und ein schwieriges Jahr 2023. Als Gründe nannte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Mittwoch die Energiepreiskrise, die hohe Inflation und die trübe Weltkonjunktur. "Die Unternehmen befürchten, dass das Schlimmste noch kommt", erklärte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am Mittwoch in Berlin.

Der DIHK erwartet nach einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,2 Prozent im laufenden Jahr im kommenden Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von rund drei Prozent. Damit ist er deutlich pessimistischer als die Bundesregierung. Diese rechnet in ihrer Herbstprojektion damit, dass die Wirtschaft um 0,4 Prozent schrumpft.

Der DIHK legte Ergebnisse einer Konjunkturumfrage unter mehr als 24 000 Betrieben aus allen Branchen vor. Demnach gehen 52 Prozent der Firmen davon aus, dass sich ihre eigenen Geschäfte in den nächsten zwölf Monaten verschlechtern werden. Nur noch acht Prozent rechnen mit einer Besserung.

"Das ist der schlechteste Wert, den wir jemals seit Beginn der Erhebung im Jahr 1985 gemessen haben", so Wansleben. Der deutschen Wirtschaft stehe nicht nur ein harter Winter bevor, sondern auch ein schwieriges Jahr 2023. Besonders die energieintensiven Hersteller von Vorleistungsgütern schränkten ihre Produktion ein. In der chemischen Industrie sehe sich mehr als jeder vierte Betrieb zu Drosselungen gezwungen, in der Gummi- und Kunststoffindustrie sei es mehr als jeder fünfte.