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United Internet muss Prognose senken - Telefonica verlangt mehr für Netznutzung

·Lesedauer: 1 Min.

MONTABAUR (dpa-AFX) - Der Internet- und Telekomkonzern United Internet <DE0005089031> hat wegen unerwartet hoher Preisforderungen des Konkurrenten Telefonica Deutschland <DE000A1J5RX9> für die Nutzung dessen Mobilfunknetzes die Prognose für den operativen Gewinn gesenkt. Statt eines Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von ungefähr 1,266 Milliarden Euro und damit auf Vorjahreshöhe wird jetzt ein Rückgang auf 1,18 Milliarden Euro erwartet, wie das im MDax <DE0008467416> notierte Unternehmen am Samstag in Montabaur mitteilte "Außerdem wird es auch in den Folgejahren zu hohen Ergebnisrückgängen kommen, sollten die von Telefonica geforderten Preise dauerhaft anwendbar sein." United Internet hält die die am Freitag in Rechnung gestellten Vorleistungspreise für Juli und August für nicht angemessen und will dagegen vorgehen.

Telefonica Deutschland (O2) und die United-Internet-Tochter 1&1 Drillisch <DE0005545503> verhandeln derzeit über die Preise für die Bereitstellung von Mobilfunkkapazitäten. Diese muss Telefonica Deutschland unter anderem als eine Auflage der Fusion mit E-Plus bereitstellen. "1&1 Drillisch hält die von Telefonica ab 1. Juli 2020 geforderten Vorleistungspreise für nicht in Übereinstimmung mit den Selbstverpflichtungen von Telefonica unter der Freigabeentscheidung der EU-Kommission zum Zusammenschluss mit E-Plus", hieß es in der Mitteilung. Zudem seien die Preise nicht im Rahmen des bisher bestehenden Vertrags mit Telefonica. Hier laufe seit Juli die erste fünfjährige Verlängerungsphase, auch wenn es noch keine Einigung über die Preise gab. Der Ausgang der laufenden Verhandlungen habe auch Auswirkungen auf den von 1&1 Drillisch geplanten Aufbau eines 5G-Netzes.