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Umweltministerin: Naturzerstörung ist die Krise hinter der Krise

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat in der Corona-Pandemie gefordert, Natur und Artenvielfalt besser zu schützen

- und damit auch weiteren Pandemien vorzubeugen. Die Naturzerstörung sei die Krise hinter der Krise, sagte die Ministerin am Freitag. Das Risiko für Entstehung neuer Pandemien sei größer als je zuvor. "Wir wissen allerdings was zu tun ist, um das Risiko zu senken." Die Ursachen für Pandemien seien dieselben, die zum Verlust der biologischen Vielfalt und zum Klimawandel beitrügen, nämlich Eingriffe in die Natur - insbesondere die Intensivierung der Landwirtschaft und der Handel mit Wildtieren.

"Wir sind nicht machtlos", betonte Schulze. Sie schlage deshalb unter anderem vor, die Beimischung von Palmöl in Benzin stoppen, für dessen Gewinnung auch Regenwald gerodet werde.

Am Vortag hatten Forscher einen Bericht für den Weltbiodiversitätsrat IPBES veröffentlicht, in dem sie eindringlich auf den Zusammenhang zwischen Pandemien und menschlicher Aktivität hinweisen. Geschätzt werde, dass derzeit noch 1,7 Millionen unentdeckte Viren in Säugetieren und Vögeln existierten - von denen bis zu 850 000 die Fähigkeit haben könnten, Menschen zu infizieren. Es wird davon ausgegangen, dass der Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 auf einem Wildtiermarkt in Wuhan in China auf den Menschen übergesprungen ist.