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Der Umsatz bei LVMH geht zurück – warum wir uns trotzdem keine Sorgen machen

Ein mit Blumen geschmückter Karton mit der Aufschrift "Louis Vuitton", eine Marke von LVMH
Ein mit Blumen geschmückter Karton mit der Aufschrift "Louis Vuitton", eine Marke von LVMH

Nachdem das größte Luxusunternehmen der Welt LVMH in den letzten Jahren regelmäßig mit mindestens knapp zweistelligen Raten im Umsatz gewachsen war, kühlte sich das Wachstum im ersten Quartal 2024 deutlich ab. Genau genommen schrumpfte der Umsatz sogar. Weitere Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz veröffentlicht der französische Konzern traditionell nur jeweils zu den Halbjahres- und Gesamtjahreszahlen.

Der Luxuskonzern erzielt organisches Wachstum

Im abgelaufenen Quartal sank der berichtete Umsatz um 2 %. Blendet man Währungseffekte aus und schaut auf das organische Umsatzwachstum, hellt sich das Bild jedoch auf. Dieses lag trotz mäßiger Konsumentenstimmung und anspruchsvoller Rekordzahlen aus dem Vorjahr bei soliden 3 %.

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Besonders in den Segmenten Parfum & Kosmetik (+ 7 % organischer Umsatz) sowie selektiver Einzelhandel (+11 % organischer Umsatz) lief es weiterhin ziemlich gut. Bei den Parfums trieben die Marken Christian Dior, Guerlain und Givenchy das Wachstum an, im selektiven Einzelhandel stoch die Kosmetikkette Sephora einmal mehr positiv hervor. Weniger gut lief es in Asien (- 6 % organischer Umsatz) sowie im Segment Weine & Spirituosen (-16 % organischer Umsatz), wo die Nachfrage nach Champagner und Cognac abnahm.

LVMH erhöht die Preise

Alles in allem sind wir mit den Quartalszahlen nicht unzufrieden. Der CFO berichtete bei der Vorstellung der Zahlen, dass die Preise weiterhin erhöht werden – so wurden zum Beispiel die Preise für Schmuck im ersten Quartal 2024 um 4 bis 6 % erhöht. Gleichzeitig wird weiterhin ein hoher Fokus darauf gelegt, die rund 75 Marken des Konzerns langfristig immer attraktiver zu machen. So dürften auch die Umsätze wieder anziehen, wenn sich das makroökonomische Bild aufhellt.

Erwähnenswert finden wir außerdem, dass in den letzten Wochen zwei zusätzliche Kinder des 75-jährigen CEOs und Großaktionärs Bernard Arnault in den Aufsichtsrat von LVMH aufgerückt sind. Nun sind vier seiner fünf Kinder nicht nur in jeweils leitender Rolle im Konzern tätig, sondern beeinflussen als Aufsichtsratsmitglied auch die strategische Ausrichtung des Konzerns. Arnault, der derzeit der reichste Mensch der Welt ist, kommentierte dies schlicht mit den Worten „Wie ich immer gesagt habe, ist LVMH ein familiengeführter Konzern.“ Ein Konzern, an dem wir gerne beteiligt bleiben.

Chancen-Risiken-Verhältnis

LVMH sollte mehr oder weniger so weitermachen wie in den vergangenen zehn Jahren. Das heißt, weitere spannende Marken aufkaufen und diesen zu mehr Wachstum verhelfen und die Markenbegehrlichkeit der bestehenden rund 75 Marken hoch halten bzw. noch verstärken und so steigende Umsätze und eine noch höhere Profitabilität erzielen. Dabei sollte das Management aufpassen, den “Wachstumsbogen” nicht zu überspannen, um das Besondere/Exklusive der einzelnen Marken zu bewahren.

Wo liegen die größten Chancen?

Die Nachfrage nach Luxusgütern steigt weltweit. Weiteres Wachstumspotenzial auch durch Akquisitionen.

Wo liegen die größten Risiken?

Bernard Arnault ist 75 Jahre alt und schwer zu ersetzen. Ein weiteres Risiko ist die Verwässerung der Markenstärke durch eine zu aggressive Expansion.

Der Artikel Der Umsatz bei LVMH geht zurück – warum wir uns trotzdem keine Sorgen machen ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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