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Tobias Hans (CDU): Harte Maßnahmen sind nötig

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN/SAARBRÜCKEN (dpa-AFX) - Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat die neuen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie verteidigt und die Bürger zu mehr Disziplin aufgerufen. "Ich glaube, die Maßnahmen sind geeignet, einen weiteren Lockdown zu verhindern, wenn sich alle daran halten", sagte er am späten Mittwochabend zu den Beschlüssen von Bund und Ländern in Berlin. "Zu viele waren zu sorglos in den letzten Wochen, sonst hätte es diese Infektionen nicht gegeben." Zur Diskussion über Beherbergungsverbote, in der es keine Einigung gab, betonte Hans: "Wir für das Saarland jedenfalls werden von Beherbergungsverboten ab sofort Abstand nehmen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten verständigten sich auf einheitliche Regeln für Städte und Regionen mit hohen Infektionszahlen. Dazu gehören eine Ausweitung der Maskenpflicht, eine Begrenzung der Gästezahl bei privaten Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und eine Sperrstunde für die Gastronomie.

Saarlands Ministerpräsident betonte: "Es braucht jetzt ein Zusammenreißen, es braucht einen Abstand, es braucht mehr Hinwendung zu Hygienemaßnahmen und es braucht leider auch dort, wo Hotspots eingetreten sind, eine Reduzierung von persönlichen Kontakten. Es braucht mehr Masken."

Das seien harte Maßnahmen, die die Bürger einschränken. "Aber sie sind geeignet, das Ruder herumzureißen", sagte Hans. Anderenfalls drohten Kontaktbeschränkungen auf fünf Personen im privaten Bereich, wie es sie bereits im März und April gegeben habe. "Wir werden alles daran setzen, das zu vermeiden."

Diese Maßnahmen träfen die Wirtschaft "nochmals sehr stark", vor allem Gastronomie, Catering und Veranstaltungsbranche. Deswegen solle diesen Bereichen "gezielter und besser" geholfen werden.

Hans bekräftigte seine Kritik an den Beherbergungsverboten. Diese Verbote hätten sich "nicht bewährt". Mittlerweile seien weite Teile Deutschlands davon betroffen. Er sei froh, dass zum Ende der Herbstferien in allen Bundesländern diese Maßnahme evaluiert werden solle.