Werbung
Deutsche Märkte schließen in 4 Stunden 3 Minuten
  • DAX

    18.484,91
    +11,62 (+0,06%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.969,52
    +6,32 (+0,13%)
     
  • Dow Jones 30

    38.441,54
    -411,32 (-1,06%)
     
  • Gold

    2.360,30
    -3,80 (-0,16%)
     
  • EUR/USD

    1,0820
    +0,0013 (+0,12%)
     
  • Bitcoin EUR

    62.758,65
    +85,93 (+0,14%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.454,90
    -0,97 (-0,07%)
     
  • Öl (Brent)

    79,02
    -0,21 (-0,27%)
     
  • MDAX

    26.716,94
    +127,79 (+0,48%)
     
  • TecDAX

    3.355,63
    -6,77 (-0,20%)
     
  • SDAX

    14.997,55
    +111,63 (+0,75%)
     
  • Nikkei 225

    38.054,13
    -502,74 (-1,30%)
     
  • FTSE 100

    8.203,96
    +20,89 (+0,26%)
     
  • CAC 40

    7.953,19
    +18,16 (+0,23%)
     
  • Nasdaq Compositive

    16.920,58
    -99,30 (-0,58%)
     

Thyssenkrupp Stahl: Betriebsrat stellt Bedingungen für Verhandlungen

DUISBURG (dpa-AFX) -Bei Deutschlands größtem Stahlhersteller Thyssenkrupp DE0007500001 Steel Europe (TKSE) wollen Betriebsrat und IG Metall nur unter bestimmten Bedingungen mit dem Management über die geplante Verkleinerung der Kapazitäten sprechen. "Bevor wir über die Zukunft von Thyssenkrupp Steel Europe verhandeln, verlangen wir einen garantierten Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen", hieß es am Mittwoch in einem an die Beschäftigten gerichteten Flugblatt der IG Metall.

Gefordert werde auch eine Standortgarantie für alle Standorte sowie eine Bestätigung von Zusagen aus bestimmten Tarifverträgen. "Der Arbeitgeber muss unterschreiben, dass er dies akzeptiert, sonst setzen wir uns an keinen Verhandlungstisch", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Thyssenkrupp-Stahlsparte, Tekin Nasikkol, laut dem Flugblatt. Damit ziehe man "rote Linien" ein.

Das Unternehmen hatte vergangene Woche angekündigt, seine Produktionskapazitäten in Duisburg deutlich verkleinern zu wollen. Damit werde auch ein Arbeitsplatzabbau verbunden sein, hieß es. Betriebsbedingte Kündigungen will TKSE aber vermeiden.

Wie viele Stellen betroffen sein könnten und wann der Umbau beginnen soll, ist offen. In der Sparte des Thyssenkrupp-Konzerns arbeiten rund 27 000 Menschen, davon 13 000 in Duisburg. Fast alle Standorte liegen in Nordrhein-Westfalen. Bis Ende März 2026 gilt eine Beschäftigungsgarantie.

WERBUNG

Kern der Neuaufstellung soll eine Verringerung der Duisburger Produktionskapazitäten für eine Verkaufsmenge von 11,5 Millionen Tonnen auf 9 Millionen bis 9,5 Millionen Tonnen im Jahr sein. In den 11,5 Millionen Tonnen sind auch die Kapazitäten enthalten, die vom Duisburger Unternehmen Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) für Thyssenkrupp produziert werden. Thyssenkrupp Steel ist zu 50 Prozent an HKM beteiligt.

Für den 30. April ist eine Belegschaftsversammlung aller TKSE-Standorte in einem Duisburger Stadion geplant. Der Betriebsrat erwartet dazu einen Großteil der 27 000 Beschäftigten. Laut IG Metall wurde auch Thyssenkrupp-Vorstandschef Miguel López eingeladen. Ob er die Einladung annehmen will, wurde zunächst nicht bekannt.