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Tesla hat den Großteil seiner Bitcoin-Anteile verkauft – das sind die Hintergründe

Tesla-Chef Elon Musk. - Copyright: The Washington Post / Getty Images
Tesla-Chef Elon Musk. - Copyright: The Washington Post / Getty Images

Tesla scheint seine einst zehnstellige Bitcoin-Wette inmitten eines schweren Einbruchs der Krypto-Märkte aufzugeben. Der Elektroautohersteller teilte am Mittwoch mit, bis zum 30. Juni etwa 75 Prozent seiner Bitcoin-Anteile verkauft zu haben. In der Mitteilung heißt es, der Konzern habe zwischen April und Juni dieses Jahres Bitcoin im Wert von 936 Millionen US-Dollar liquidiert.

Als das Unternehmen im Februar 2021 ankündigte, 1,5 Milliarden Dollar in die Kryptowährung investieren zu wollen, schlug die Nachricht große Wellen. Zum damaligen Zeitpunkt gab es neben Tesla kein anderes Unternehmen dieser Größe, das in einem derart großen Umfang auf den jungen und volatilen Kryptomarkt setzte. Als der Bitcoin-Kurs gegen Ende des Jahres 2021 neue Höchstwerte erreichte, hielt der Autokonzern an dem Großteil seines Anteils fest.

Seitdem ist der Wert von Bitcoin jedoch drastisch gesunken, nicht zuletzt aufgrund des anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Abschwungs. Die Währung hat in diesem Jahr mehr als 50 Prozent ihres einstigen Wertes verloren. Nach der Ankündigung von Teslas Ausstieg am Mittwochnachmittag ist der Kurs erneut stark gefallen.

Bei einer Telefonkonferenz am Mittwoch sagte Tesla-Chef Elon Musk, die Verkäufe seien auf die Unsicherheit bezüglich der COVID-19-Beschränkungen in China zurückzuführen. Der derzeitige Lockdown in Shanghai hindere Tesla an der Produktion von Fahrzeugen in seiner dortigen Fabrik und reduziere somit den Gesamtumsatz für das Quartal.

„Wir waren uns nicht sicher, wann die Covid-Beschränkungen in China nachlassen würden, daher war es für uns wichtig, unsere Liquidität zu maximieren“, sagte Musk. „Wir sind sicherlich offen dafür, unsere Bitcoin-Bestände in Zukunft zu erhöhen, daher sollte dies nicht als Urteil über Bitcoin als solches gewertet werden.“

Musk fügte an, dass Tesla noch immer Dogecoin besitze – eine Kryptowährung, die als Witz begann und die Tesla mittlerweile als Zahlungsmittel in seinem Online-Shop akzeptiert.

Dem Autohersteller zufolge hielt das Unternehmen zum 30. Juni immer noch 218 Millionen Dollar an „digitalen Vermögenswerten“. Im Vorquartal hätten diese noch 1,26 Milliarden Dollar ausgemacht. Der Konzern begründete seinen ursprünglichen Bitcoin-Kauf damit, dass er nach liquiden Vermögenswerten gesucht habe, die mehr Aufwärtspotenzial als Bargeld hätten.

Tesla meldete am Mittwoch die Geschäftsergebnisse des zweiten Quartals und übertraf damit zwar die Schätzungen der Analysten, verzeichnete aber auch den ersten Gewinnrückgang von Quartal zu Quartal.

Dieser Text wurde von Anika Faber aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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