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Tesla-Fabrik in Grünheide: Gegengutachten zu Abwasserwerten vorgelegt – droht Produktionsstopp?

Archivbild: Fabrik von Tesla in Grünheide. Droht hier bald der Produktionsstopp? - Copyright: picture alliance / HMB Media | Uwe Koch
Archivbild: Fabrik von Tesla in Grünheide. Droht hier bald der Produktionsstopp? - Copyright: picture alliance / HMB Media | Uwe Koch

Im Streit um überschrittene Abwasserwerte der Tesla-Fabrik in Grünheide hat der US-Autobauer ein Gegengutachten vorgelegt. Dies berichten stern und RTL, denen das Gutachten exklusiv vorliegt. Heute will der regionale Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) seine 16 Mitgliedskommunen in einer Verbandsversammlung darüber abstimmen lassen, ob Elon Musks brandenburgische Fabrik von der Abwasserleitung abgekoppelt wird. Das hätte einen Produktionsstopp zufolge. Laut dem WSE soll Tesla seit rund zwei Jahren ständig und erheblich zu viel Phosphor und Gesamtstickstoff ins Abwassersystem einleiten.

Tesla legt Gegengutachten vor

Bei einer Informationsveranstaltung mit den Bürgermeistern der WSE-Mitgliedsgemeinden in der vergangenen Woche zweifelte Tesla die Zuverlässigkeit der Messwerte des Wasserverbands an. Ein internes Labor des Konzerns sowie ein weiteres externes Auftragslabor seien zu „signifikant“ abweichenden Messwerten gekommen.

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WSE-Chef Bähler ärgerte sich über das Vorgehen Teslas. Der Konzern habe die Grenzwertüberschreitungen gegenüber dem WSE bereits schriftlich eingeräumt. Trotzdem sei sein Wasserverband kompromissbereit. Der WSE habe sich unter Auflagen bereiterklärt, den Grenzwert für Stickstoff von 50 auf 110 Milligramm pro Liter mehr als zu verdoppeln. Der Phosphorgrenzwert dagegen könne nicht erhöht werden. Im Gegenzug solle Tesla seinen Wasserverbrauch deutlich verringern. Per Vertrag stehen dem US-Konzern 1,8 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr zu. Der Kompromissvorschlag soll nach Informationen von stern/RTL vorsehen, dass Tesla auf 400.000 der 1,8 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr dauerhaft verzichtet. 

Die Gegend um das Tesla-Werk in Grünheide gehört zu den trockensten Regionen des Landes. Notwendige Infrastrukturprojekte können nicht genehmigt werden, weil es an Wasser fehlt. Bähler sagt: „Wir würden uns auf diesen Kompromiss einlassen, wenn Tesla dafür die Wassermengen endgültig freigibt, die in der Region für den Bau von Schulen, Kitas und sozialen Einrichtungen benötigt werden.“ Es sei nun an Tesla, das Angebot anzunehmen.

Tesla beantwortete die Fragen von stern/RTL innerhalb der gewährten Frist nicht.