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Teigtaschen im Weltall? Skurrile Restaurant-Aktion geht schief

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Ein Restaurantbesitzer in England hatte einen Traum: Einer seiner Samosas sollte es bis ins Weltall schaffen. Stattdessen legte die selbstgebaute Weltraum-Kapsel eine Bruchlandung in Frankreich hin.

Samosas sind traditionelle indische Teigtaschen, die als Vorspeise oder Zwischenmahlzeit gegessen werden - und absolut nicht dafür gemacht sind, ins Weltall zu fliegen (Symbolbild: Getty Images)
Samosas sind traditionelle indische Teigtaschen, die als Vorspeise oder Zwischenmahlzeit gegessen werden - und absolut nicht dafür gemacht sind, ins Weltall zu fliegen (Symbolbild: Getty Images)

Großbritannien hängt weiterhin im Corona-Lockdown fest, und auch Restaurants und Bars bleiben geschlossen. Der Besitzer eines indischen Restaurants beschloss, seine Freizeit dafür zu nutzen, die Menschen mit einer schrägen Aktion etwas aufzuheitern. Die Mission “Samosas im Weltall” lief jedoch nicht ganz wie geplant.

Denn eben das hatte Niraj Gadher, Besitzer des Lokals Chai Walla in der englischen Stadt Bath, vorgehabt. “Ich habe mal aus Spaß gesagt, dass ich eines Tages einen Samosa ins Weltall schicken würde. In diesen schwierigen Zeiten habe ich mir dann gedacht, dass wir alle was zu lachen brauchen”, sagte er dem Online-Portal “Somerset Live”.

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Also setzte er seinen absurden Plan in die Tat um: Er befestigte einen seiner Samosas - herzhaft gefüllte, indische Teigtaschen - und einen Wrap an einer selbstgebastelten Box, in der er eine GoPro-Kamera und einen GPS-Tracker, der die Essenslieferung nachverfolgen sollte, anbrachte. Mittels Heliumballons sollte diese Konstruktion ins Weltall geschickt werden und dabei schöne Samosa-Selfies aufnehmen.

Missglückte Mission endet in Frankreich

Nach eingängigen anfänglichen Ballon-Missgeschicken flog die “Rakete” beim dritten Versuch tatsächlich davon. Die genaue Reise des Samosa konnte Gadher nicht nachverfolgen, da es ein Problem mit dem GPS-Tracker gab. Seine Helfer vermuteten, dass das Gerät so hoch aufgestiegen sei, dass es außerhalb der Reichweite war.

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Erst am nächsten Tag sendete der Tracker wieder Signale - und zwar aus Frankreich, wo das Samosa-Gefährt eine Bruchlandung in der Region Picardie hingelegt hatte. Gadher suchte via Instagram nach Freiwilligen, die den Samosa suchen würden und wurde in einem jungen Mann namens Axel Mathon fündig.

Der fand zwar weder Teigtasche noch Wrap an der Unglücksstelle vor - die fielen vermutlich französischer Fauna zum Opfer - konnte jedoch Kamera und Tracker bergen und Gadher zurückschicken.

Ein Gewinn für britisch-französische Beziehungen

Wie hoch der Samosa tatsächlich flog, konnte nicht ermittelt werden. Die GoPro-Kamera nahm jedoch Bilder aus erstaunlich luftigen Höhen auf - ein Clip zeigt, wie ein Flugzeug an der Teigtasche vorbeifliegt.

Mit dem hilfbereiten Franzosen steht der Gastronom übrigens immer noch in Kontakt. “Er sagt, wenn sich die Lage wieder normalisiert, will er nach Bath kommen und uns besuchen.” Wenn es der Samosa auch nicht ins Weltall geschafft hat, hat er zumindest einen kleinen Betrag zu den britisch-französischen Beziehungen geleistet.

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