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Tarifverhandlungen für NRW-Metall- und Elektroindustrie beginnen

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NEUSS (dpa-AFX) - Für die rund 700 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen beginnen am Mittwoch (15.00 Uhr) Tarifverhandlungen. Die Verhandlungsdelegationen von IG Metall und Arbeitgebern treffen sich coronabedingt nur in kleiner Runde in Neuss. Es werden schwierige Gespräche erwartet.

Die IG Metall verlangt für die Beschäftigten der deutschen Kernindustrien wie Auto und Maschinenbau 4,0 Prozent mehr Geld - entweder klassisch in Form von Lohnerhöhungen oder als zumindest teilweisen Ausgleich für Arbeitszeitreduzierungen in Betrieben, denen die Krise schwer zu schaffen macht. Die Arbeitgeber lehnen diese Forderung entschieden ab.

Denkbar ist aus Gewerkschaftssicht eine 4-Tage-Woche mit 32 Stunden. Ein neuer Tarifvertrag müsse neben der Beschäftigungssicherung auch die Kaufkraft stärken, um so einen Beitrag zu Stabilisierung der Konjunktur leisten zu können, hatte der NRW-Bezirksleiter der Gewerkschaft, Knut Giesler, gesagt.

Für viele Unternehmen sei das "völlig an der Wirklichkeit vorbei", hatte der Präsident der NRW-Metallarbeitgeber, Arndt G. Kirchhoff, betont. Die Unternehmen müssten die Kurzarbeit bewältigen und bräuchten gleichzeitig Geld für Zukunftsinvestitionen.