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Tabasco im Auge: NFL-Coach bricht PK ab

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.

Pressekonferenzen nach eher schwachen Leistungen des eigenen Teams sind schon aus manchem Grund abgebrochen worden. Dieser dürfte aber besonders kurios sein.

Dass die Defensive der Dallas Cowboys gegen Washington häufig alt aussah, dürfte wohl nicht an Nolans Tabasco-Auge gelegen haben. (Bild: Brad Mills-USA TODAY Sports / Reuters)
Dass die Defensive der Dallas Cowboys gegen Washington häufig alt aussah, dürfte wohl nicht an Nolans Tabasco-Auge gelegen haben. (Bild: Brad Mills-USA TODAY Sports / Reuters)

“Das war nicht gut” hört man Mike Nolan in der Pressekonferenz sagen. Und dann: “Urg. Schrecklich, Jesus, tut mir leid.” Doch der Defensive Coordinator der Dallas Cowboys sprach keineswegs besonders ehrlich über die schwache Leistung seiner Defense bei der 3:25-Niederlage der Cowboys gegen das Washington Football Team. Vielmehr bemerkte der 61-jährige NFL-Coach in diesem Moment, dass er sich mit Tabasco an den Fingern ins Auge gefasst hatte.

Die PK fand wegen der Corona-Maßnahmen per Videokonferenz statt, als Nolan verkündete, er müsse sich mal eben verabschieden. Geschlagene zweieinhalb Minuten ließ er die online versammelten Reporter sitzen, um sich um sein Auge zu kümmern.

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Nolan nutzte das brennende Auge allerdings nicht als Entschuldigung, um sich komplett den kritischen Fragen zu entziehen. Er kehrte vor die Kamera zurück und beruhigte die Presse: “Mein Auge fühlt sich schon viel besser an.”

Das Tabasco-Brennen konnte der erfahrene Coach offensichtlich schnell beheben, das lichterloh brennende sportliche Feuer dürfte schwerer zu löschen sein. Die Dallas Cowboys sind mit 2-5 Siegen unterdurchschnittlich in die Saison gestartet. Maßgeblich dafür verantwortlich ist auch Nolans Defensiv-Abteilung, die mit 34,7 Punkten pro Spiel so viele zulassen, wie kein anderes Team.

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