Deutsche Märkte öffnen in 3 Stunden 13 Minuten
  • Nikkei 225

    28.892,11
    +183,53 (+0,64%)
     
  • Dow Jones 30

    35.603,08
    -6,26 (-0,02%)
     
  • BTC-EUR

    54.393,25
    -1.864,66 (-3,31%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.504,25
    -30,39 (-1,98%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.215,70
    +94,02 (+0,62%)
     
  • S&P 500

    4.549,78
    +13,59 (+0,30%)
     

Studie: Eine Grippeimpfung senkt auch die Gefahr schwerer Covid-19-Symptome

·Lesedauer: 2 Min.

Im Herbst beginnt die gewöhnliche Grippesaison. Hinzu kommt die anhaltende Corona-Pandemie. Keine guten Vorzeichen also für den Winter. Doch es gibt auch eine positive Nachricht: Eine Grippeimpfung kann das Risiko schwerwiegender Covid-19-Symptome verringern. Eine in der Zeitschrift "Plos One" veröffentlichte Studie ergab, dass Menschen, die in den letzten sechs Monaten eine Grippeimpfung erhielten, mit geringerer Wahrscheinlichkeit schwere Komplikationen durch eine Coronavirus-Infektion entwickelten.

Forscher hatten mehr als 74.700 Krankenakten von Personen analysiert, die in den USA, Großbritannien, Italien, Deutschland, Israel und Singapur positiv auf Covid-19 getestet wurden. Sie fanden heraus, dass Betroffene ohne Grippeschutzimpfung eine bis zu 20 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit hatten, auf einer Intensivstation behandelt werden zu müssen als diejenigen, die gegen die Grippe geimpft wurden.

Die ungeimpfte Gruppe hatte auch eine bis zu 58 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, aufgrund von Covid-19-Komplikationen in der Notaufnahme zu landen, und eine bis zu 58 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden. Die Forscher fanden jedoch keinen Zusammenhang zwischen einer Grippeimpfung und einer geringeren Wahrscheinlichkeit, an Corona zu sterben. Frühere Studien kamen bereits zu ähnlichen Erkenntnissen.

Doppelimpfung in Deutschland von Stiko empfohlen

Diese Ergebnisse bedeuten nicht, dass eine Grippeimpfung vor dem Coronavirus schützt und die Immunität erhöht. Womöglich spielt auch das Verhalten eine Rolle: Menschen, die sich gegen Grippe impfen lassen, sind mitunter gesundheitsbewusster als diejenigen, die eine Grippeimpfung auslassen. Auch diese Faktoren könnten den Krankheitsverlauf einer Corona-Infektion beeinflussen.

Für Corona-Auffrischungsimpfungen bei Senioren sprach sich die Ständige Impfkommission (Stiko) bislang nicht aus. Ältere Menschen in Deutschland können sie jedoch bereits erhalten. Eine Doppelimpfung gegen Grippe und Corona empfiehlt die Stiko dagegen bereits ab Oktober. Voraussetzung sei aber, dass der Grippe-Impfstoff ein sogenannter Totimpfstoff sei, wie die Kommission mitteilte. Auch der US-Virologe Anthony Fauci sprach sich in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN für eine Doppelimpfung aus: "Daran ist überhaupt nichts auszusetzen. Tatsächlich könnte es das Impfen bequemer machen."

Die Grippesaison erreicht normalerweise zwischen Dezember und Februar ihren Höhepunkt. "Das höchste Risiko für schwere Verläufe und Todesfälle haben ältere Menschen. Die Zahl der Todesfälle kann bei den einzelnen Grippewellen stark schwanken, von mehreren hundert bis über 20.000", heißt es auf der Seite des Robert Koch-Instituts (RKI). Da der Schutz vom Corona-Impfstoff mit der Zeit nachlässt und es nach der Impfung zwei Wochen dauert, um genügend Antikörper gegen das Virus zu bilden, ist der optimale Zeitpunkt für eine Doppelimpfung September oder Oktober.

Dieser Artikel wurde von Klemens Handke aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.