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SPD-Ostbeauftragter: Fallpauschalen-System für Krankenhäuser prüfen

·Lesedauer: 1 Min.

LEIPZIG (dpa-AFX) - Das System der Fallpauschalen für Krankenhausleistungen gehört nach Ansicht des SPD-Ostbeauftragten Martin Dulig auf den Prüfstand. "Weil es hauptsächlich auf Behandlungsfälle ausgerichtet ist, rechnen sich beispielsweise Kinderkliniken zum Teil nicht und sind gerade in ländlichen Räumen hier im Osten bedroht. Doch wenn sich Kindermedizin nicht rechnet, ist etwas faul im System", sagte der sächsische SPD-Landesvorsitzende auf Anfrage. Die ostdeutsche SPD setze sich für eine bessere Grundfinanzierung für Kliniken ein, insbesondere in ländlichen Regionen.

Krankenhausleistungen werden in Deutschland seit 2004 mit Fallpauschalen je nach Art und Schwere sowie der Behandlungsmethode, unabhängig von der Länge des Krankenhausaufenthaltes vergütet. An dem System kommt immer wieder Kritik auf.

"Die Kinder- und Jugendmedizin wollen wir außerhalb des pauschalierten Abrechnungssystems finanzieren. Denn es ist wichtig, überall medizinisch gut versorgt zu werden - egal, wo man Zuhause ist", sagte Dulig weiter.

Ein gemeinsamer Antrag von Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Bremen für die Streichung der Fallpauschalen war im Herbst vom Bundesrat zur Beratung in die Ausschüsse der Länderkammer überwiesen worden. Die Fallpauschalen funktionieren nach Einschätzung der Antragsteller für die Kindermedizin nicht, da hier der Personalbedarf höher und das Leistungsspektrum breiter sei als auf anderen Stationen, was zu höheren Kosten und damit zu einer systematischen Unterfinanzierung führe. In der Folge würden immer mehr Fachabteilungen für Kinder- und Jugendmedizin von den Krankenhausbetreibern abgemeldet.