Deutsche Märkte öffnen in 4 Stunden 44 Minuten
  • Nikkei 225

    29.459,71
    +51,54 (+0,18%)
     
  • Dow Jones 30

    31.391,52
    -143,99 (-0,46%)
     
  • BTC-EUR

    40.392,39
    -746,35 (-1,81%)
     
  • CMC Crypto 200

    977,91
    -8,74 (-0,89%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.358,79
    -230,04 (-1,69%)
     
  • S&P 500

    3.870,29
    -31,53 (-0,81%)
     

Schneider macht keine Hoffnung auf baldige Helaba-Deka-Gespräche

Stephan Kahl
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Eine Wiederaufnahme der Fusionsgespräche von DekaBank und Helaba in diesem Jahr ist nicht sehr wahrscheinlich. Das hat Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, am Dienstag bei einer Veranstaltung in Stuttgart angedeutet. Der Verband ist mit rund 16% an der DekaBank beteiligt.

Angesichts der Pandemie “hat derzeit jeder mit sich selbst zu tun”, sagte er. In einer solchen Situation mache man sich weniger gerne an derart große Projekte. Schneider: “Dieses Jahr haben wir schon alle Hände voll zu tun”. Ob die Gespräche zwischen DekaBank und Helaba 2021 weitergehen, sei unklar.

Die DekaBank hatte Anfang vergangenen Jahres Verhandlungen mit der Helaba aufgenommen - ein Prozess, bei dem ein Sparkassen-Zentralinstitut entstehen könnte, wie es von Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis seit langem gefordert wird und dem sich andere Landesbanken anschließen könnten. Allerdings wurden die Gespräche wegen der Coronakrise auf Eis gelegt.

Wie sehr die Sparkassen mit den Folgen der Pandemie beschäftigt sind, zeigte sich auch bei den Zahlen, die Schneider am Dienstag vorlegte.

Demnach mussten die 50 Sparkassen in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr eine Risikovorsorge von 220 Millionen Euro bilden. Das ist der höchste Wert seit 2010. Begründet wurde dies mit “Corona-bedingten Zahlungsschwierigkeiten einzelner Kunden”. Die Sparkassen werden mögliche Kreditausfälle aber auffangen können, sagte Schneider.

Zuletzt hatte es Befürchtungen gegeben, dass es wegen der Pandemie zu einem Anstieg bei den Kreditausfällen kommen könnte und davon kleinere Banken wie Sparkassen überdurchschnittlich stark betroffen seien. Sie haben oftmals Gelder an regionale Firmen wie Gaststätten und Hotels verliehen, die wegen der Lockdowns in Existenznot geraten.

Unterm Strich stand 2020 bei den Sparkassen in Baden-Württemberg ein Jahresergebnis von rund 850 Millionen Euro. Dies sind 150 Millionen Euro weniger als 2019.

„Das erste Corona-Jahr hat noch keinen dramatischen Einbruch für die Sparkassen gebracht”, sagte Schneider. “Aber alles hängt jetzt davon ab, wie lange der Lockdown fortgesetzt wird und wie schnell sich die Wirtschaft danach wieder erholt.“

For more articles like this, please visit us at bloomberg.com

Subscribe now to stay ahead with the most trusted business news source.

©2021 Bloomberg L.P.