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Spanien und die Türkei sind tabu: Zwei Drittel der Deutschen sind gegen Urlaub in Corona-Risikogebieten

·Lesedauer: 2 Min.

Neben der "Flugscham" haben Urlaubswillige jetzt noch ein zweites Fettnäpfchen zu umgehen, wenn sie sich auf große Reise begeben: Geht es zum Beispiel nach Spanien oder in die Türkei, erzählt man besser den Nachbarn nicht davon. Denn zwei Drittel der Deutschen halten es nicht für vertretbar, in einer von der Bundesregierung als Corona-Risikogebiet eingestuften Region wie beispielsweise Spanien Urlaub zu machen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur lehnten 67 Prozent touristische Reisen in solche Gebiete ab. Nur 25 Prozent sagten, dass sie Urlaub in Risikogebieten für vertretbar halten. Acht Prozent machten keine Angaben.

Die Bundesregierung führt derzeit 122 Länder ganz oder teilweise in einer drei Corona-Risikokategorien. Unter den einfachen Risikogebieten sind Urlaubsregionen wie Spanien und die Türkei. Portugal und Zypern sind sogar als Hochinzidenzgebiete mit besonders hohen Infektionszahlen eingestuft. Rückkehrer aus diesen beiden Ländern, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, müssen für fünf bis zehn Tage in Quarantäne.

Wer aus den elf Ländern mit einer starken Verbreitung besonders gefährlicher Virusvariantengebieten außerhalb Europas zurückkehrt, muss sogar für 14 Tage in Quarantäne. Das gilt auch für Geimpfte und Genesene.

Mehrheit der Deutschen hat Verständnis für die Quarantänepflicht

Laut YouGov-Umfrage unterstützt eine große Mehrheit von 73 Prozent die Quarantänepflichten. 39 sind dafür, dass sie so beibehalten werden, wie sie sind. Weitere 34 Prozent sind sogar für eine Verschärfung. Nur 22 Prozent sind für einen Lockerung oder Abschaffung der Quarantänepflicht.

Die Bundesregierung hat die Reiseeinschränkungen für Urlauber schon gelockert und plant bereits weitere Erleichterungen. Die Kategorie der Risikogebiete, in die derzeit 82 Länder eingestuft sind, sollen möglicherweise zum 1. August mit einer neuen Einreiseverordnung entfallen.

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnte Ungeimpfte vor Urlaubsreisen. "Reisen sind in diesen Zeiten ein Risiko, definitiv gilt das für Ungeimpfte", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). Er verstehe, wenn die Menschen Lust auf Urlaub hätten. "Wir werden im Herbst deutlich mehr Fälle haben. Das wäre auch so gekommen, wird durch das Reisen aber etwas beschleunigt." Lauterbach rechnet im Herbst mit einer Zwei-Klassen-Situation: "Hier die Geimpften, die sind relativ sicher. Dort die Ungeimpften, die werden ein großes Risiko eingehen."

cri/dpa

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