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Spahns Loch: Milliardenlücke in der Krankenversicherung

·Lesedauer: 1 Min.

MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Dem deutschen Gesundheitswesen droht nach Einschätzung der Krankenkassen in den nächsten Jahren ein dauerhaftes zweistelliges Milliardenloch. Da die Ausgaben weit schneller steigen als die Einnahmen, wird auch das Ende der Corona-Pandemie keine Entspannung bringen. "Spätestens 2022 droht ein massiver Crash", warnt Sigrid König, die Chefin des Verbands der Betriebskrankenkassen in Bayern. Die leichte Erhöhung der Zusatzbeiträge, die der Bundesrat an diesem Freitag voraussichtlich beschließen wird, deckt das Defizit bei weitem nicht.

König formuliert ihre Kritik drastisch, steht aber mit ihrer Einschätzung keineswegs allein da. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat ebenfalls große Bedenken, scharfe Kritik kommt auch von der AOK. Die nackten Zahlen sind nicht strittig zwischen Politik und Kassen: Die GKV steht 2021 vor einem Defizit von 16,6 Milliarden Euro. Davon tragen einzelne Kassen durch eine Vermögensabgabe 8 Milliarden, 5 Milliarden steuert der Bund zu, der Rest soll durch die Erhöhung der Zusatzbeiträge aufgefangen werden.