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„Souveräne Cloud“: T-Systems und Google schließen sich zusammen

·Lesedauer: 4 Min.
Google und T-Systems reagieren mit der Kooperation auf Vorbehalte in Europa gegen Google.
Google und T-Systems reagieren mit der Kooperation auf Vorbehalte in Europa gegen Google.

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Die Telekom-Tochter T-Systems und Google verbünden sich und entwickeln eine „souveräne Cloud“. Dabei bleibt die Kontrolle in Deutschland und die Technologie stammt aus Amerika. Man plane Cloud-Dienste mit mehr Datenschutz, hieß es. So sollen Geschäftskunden die Infrastruktur des amerikanischen Konzerns nutzen, die Kontrolle kann jedoch dem deutschen Unternehmen übertragen werden. Das Produkt soll in einer ersten Version Mitte 2022 in Deutschland zur Verfügung stehen, zudem gibt es Überlegungen für eine Erweiterung für Österreich und die Schweiz.

Google und T-Systems reagieren mit der Kooperation auf Vorbehalte in Europa gegen Google, insbesondere aus dem öffentlichen Sektor. Spätestens seit den Enthüllungen des US-Whistleblowers Edward Snowden ist bekannt, dass die US-Geheimdienste auf Daten aus Europa zugreifen, ohne europäische Gerichte anzurufen. Das neue Projekt löst diese Probleme durch den umfassenden Einsatz von Verschlüsselungstechnik. [Mehr bei Handelsblatt und Wirtschaftswoche]

Auf Gründerszene lest ihr heute: Wir liefern die Pro- und Kontra-Argumente zur Diskussion um die Schnell-Lieferdienste. In unserem ersten Kommentar, der die Schnell-Lieferdienste kritisch beäugt, nennen wir drei Gründe, die dagegen sprechen. Im Gegensatz dazu steht allerdings unsere zweite Meinung, warum es sich lohnt, sich von Gorillas Schokoriegel bringen zu lassen. [Mehr bei Gründerszene und Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Paypal kauft die japanische Firma Paidy für 2,7 Milliarden US-Dollar. Der Schritt folgt der Nachricht des Rivalen Square, 29 Milliarden Dollar für den Kauf von Afterpay aus Australien zu zahlen. Online-Zahlungen haben während der Covid-19-Pandemie floriert. Das Geschäftsmodell „jetzt kaufen, später bezahlen“ hat ein noch robusteres Wachstum verzeichnet. Paidy hat sechs Millionen registrierte Benutzer in Japan. Das Online-Shopping-Volumen ist in Japan in den letzten zehn Jahren auf 200 Milliarden US-Dollar gestiegen, aber die meisten Einkäufe werden in bar getätigt. [Mehr bei Wall Street Journal und The Information]

Amazon plant, die kassenlose Checkout-Technologie, die hinter seinen Amazon Go-Filialen steckt, nun auch in seinen Whole Foods-Geschäften zu verwenden. Die „Just Walk Out“-Technologie von Amazon ermöglicht es Käufern, ein Geschäft durch Scannen einer App zu betreten und zu verlassen, ohne an einer Kasse stehen zu müssen. Die Technologie soll nächstes Jahr in zwei Whole Foods-Läden installiert werden, einer in Washington und der andere in Kalifornien. Man wolle sehen, wie die Kunden reagieren, bevor entschieden wird, wie man damit weiter expandiert. Die Technologie, die Arbeitsplätze im Einzelhandel beseitigen könnte, umfasst Kameras, Sensoren und Software für Künstliche Intelligenz. [Mehr bei CNBC]

Facebook will sich die Übernahme des Gif-Datenanbieters Giphy nicht von der britischen Kartellbehörde zunichtemachen lassen. Die Wettbewerbshüter äußern Bedenken gegen die Transaktion. Als Grund nennen sie die Auswirkungen auf Online-Werbung sowie auf das Angebot von animierten Bildern. Die Wettbewerbshüter hatten vergangenen Monat angedeutet, dass Facebook Giphy wieder verkaufen müsste. Nun sagt Facebook, dass der Kartellbehörde bei der Prüfung schwerwiegende Fehler unterlaufen seien. Zudem müsse infrage gestellt werden, ob die Behörde einen Verkauf anordnen könne. Die US-Handelsbehörde sagte indes, dass Facebook über 90 Prozent des Marktes für soziale Netzwerke kontrolliert. Demnach hatte Facebook zwischen 2012 und 2020 einen durchschnittlichen Anteil von 92 Prozent am Markt für soziale Netzwerke, basierend auf der Zeit, die mit seinen Produkten verbracht wurde. [Mehr bei Handelsblatt und The Information]

Qualcomm zeigt sich offen für die Zusammenarbeit mit Auftragsfertigern in Europa. Der Firmenchef des US-Halbleiterherstellers, Cristiano Amon, sagte am Rande der Automesse IAA in München, es gebe dazu konkrete Gespräche auf EU-Ebene. Bisher produziert Qualcomm kaum in Europa und arbeitet vor allem mit Taiwan Semiconductor Manufacturing, Samsung Electronics, Globalfoundries und Semiconductor Manufacturing International in Taiwan, Südkorea und den USA zusammen. Ein zweiter Weltkonzern wendet sich im Rahmen der IAA ebenfalls Europa zu: Intel will zwei neue Werke in Europa bauen. Da Chips immer wichtiger für die Autoindustrie werden, will Intel-Chef Pat Gelsinger die Kapazitäten stark ausbauen. [Mehr bei Handelsblatt und Handelsblatt]

Investitionen: Koyo, ein Fintech aus Großbritannien, das Menschen mit schlechter Kredithistorie Kredite anbietet, hat eine Serie-A-Finanzierungsrunde über 50 Millionen US-Dollar mit Fremd- und Eigenkapital abgeschlossen. Die Runde stand unter der Leitung von Force Over Mass unter Beteiligung der bestehenden Investoren Forward Partners, Frontline Ventures und Seedcamp. Zu den neuen Investoren gehören Force Over Mass, Matt Robinson und Angel-Investoren aus dem Banken- und Kreditsektor. Das Sicherheits-Startup Truefort aus New Jersey hat eine Serie B im Wert von 30 Millionen US-Dollar angekündigt. Geleitet wurde die Runde von Shasta Ventures. Die neue Investition bringt die Gesamtsumme auf fast 48 Millionen US-Dollar. [Mehr bei Techcrunch und Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden, das bekommen auch Startups zu spüren. Sirplus, das in seinen Filialen Lebensmittel verkauft, die sonst im Müll landen würden, schließt seine Läden und alle Mitarbeiter und Azubis verlieren ihre Jobs. Nun soll das Geschäft im Online-Shop fortgesetzt werden. [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Donnerstag!

Eure Gründerszene-Redaktion

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