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Software-Millionär John McAfee wurde tot in seiner Zelle im spanischen Gefängnis aufgefunden

·Lesedauer: 3 Min.

John McAfee, der 75-jährige Gründer der Antivirensoftware McAfee, wurde am Mittwoch tot in einer Gefängniszelle in Barcelona aufgefunden, berichtet die spanische Zeitung El País unter Berufung auf Polizeiquellen. Das katalanische Justizministerium bestätigte McAfees Tod gegenüber Reuters. Örtliche Behörden gehen von Suizid aus.

Zuvor hatte das spanische Nationalgericht der Auslieferung von McAfee zugestimmt, damit er sich den Anklagen in den USA stellen kann.

McAfee, der sein Vermögen mit dem Verkauf von Antivirensoftware aufgebaut hat, war im vergangenen Oktober am Flughafen von Barcelona verhaftet und inhaftiert worden, während er auf das Ergebnis der Auslieferungsanhörungen wartete.

Das US-Justizministerium hatte McAfee zweimal angeklagt, einmal wegen Steuerhinterziehung von 2014 bis 2018 und ein weiteres Mal wegen "betrügerischer Werbung für Kryptowährungen gegenüber Investoren." McAfee wurde auch beschuldigt, Geld, das er mit Kryptowährungen und Vortragshonoraren verdient hat, nicht offengelegt zu haben, sowie die Rechte an seiner Lebensgeschichte für einen Dokumentarfilm verkauft zu haben. Die Anklagen bedeuteten eine Strafe von bis zu 30 Jahren Gefängnis, laut Associated Press.

McAfee wehrte sich gegen die Auslieferung und behauptete Anfang des Monats vor Gericht, dass er gezwungen wäre, sein Leben im Gefängnis zu verbringen, wenn er in die USA geschickt würde. Trotz seiner Inhaftierung blieb das Twitter-Konto des freimütigen Moguls aktiv, lobte die Kryptowährung und wetterte gegen seine Verfolgung.

Pionier in der Entwicklung von Antiviren-Software

McAfee, der in Großbritannien geboren und in Roanoke, Virginia, aufgewachsen ist, machte sich einen Namen, nachdem er 1987 eine Firma für Antiviren-Software gegründet hatte. Große US-Konzerne begannen bereits in den späten 1980er Jahren, die Software von McAfee zu nutzen, und Intel übernahm das Unternehmen 2010 für 7,6 Milliarden Dollar. Zuvor, im Jahr 1994, hatte der Gründer das Unternehmen verlassen und kurz darauf alle seine Anteile für 100 Millionen Dollar verkauft.

Nachdem er Berichten zufolge einen Großteil seines Vermögens in der Finanzkrise 2008 verloren hatte, zog McAfee nach Belize und gründete die Biotech-Firma Quorumex. In Belize gab der Mogul zu, Mitglieder der Küstenwache bestochen zu haben, um sie davon abzuhalten, sein Fährunternehmen zu belästigen. Er zog sich weitgehend aus der Gesellschaft zurück.

"Meine zerbrechliche Beziehung zur Welt der höflichen Gesellschaft ist ohne Zweifel gekappt worden", schrieb McAfee in einer E-Mail, die von „Wired“ eingesehen wurde. "Meine Kleidung würde mich zu den am schlechtesten gekleideten Tijuana-Bettlern zählen. Meine Hygiene ist auch nicht besser."

Drogen, Präsidentschaft und Kryptowährung

Im Jahr 2015, kurz nachdem McAfee in die USA zurückgekehrt war, verhafteten ihn Polizeibeamte aus Tennessee wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss und Besitzes einer Handfeuerwaffe im Rausch, wie die „Jackson Sun“ berichtet. McAfee hatte zuvor Nachrichtenagenturen erzählt, dass er in seinem Leben mit Drogen- und Alkoholsucht zu kämpfen hatte.

Im selben Jahr reichte McAfee auch Papiere ein, um im Präsidentschaftsrennen 2016 als liberaler Kandidat anzutreten. Der Tech-Mogul verlor die Nominierung der Partei an den ehemaligen Gouverneur von New Mexico, Gary Johnson.

Kürzlich hatte McAfee seine Gedanken über Politik und Tech auf Twitter verbreitet. Er warb häufig für Kryptowährungen und sagte: "Krypto ist der Schlüssel zum Entriegeln unserer Gefängnisse." McAfee sagte später jedoch, er habe sein gesamtes Krypto-Vermögen verloren.

"Die USA glauben, dass ich Krypto versteckt habe. Ich wünschte, ich hätte es, aber es hat sich durch die vielen Hände von Team McAfee aufgelöst", twitterte er. "Meine Freunde haben sich durch die Angst vor Zugehörigkeit in Luft aufgelöst. Ich habe nichts. Dennoch bereue ich nichts."

https://twitter.com/officialmcafee/status/1405178506712174593

Wer Suizidgedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft ein Gespräch dabei, die Gedanken zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist oder sich um jemanden sorgt, kann sich an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet schnelle Hilfe und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken unter der Nummer 0800/111 01 11. Hier könnt ihr auch nach Beratungsstellen in eurer Nähe suchen.

Dieser Text wurde von Hendrikje Rudnick aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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