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Skandinavische Energiekonzerne für Zwischenziele beim CO2-Ausstoß

STOCKHOLM (dpa-AFX) - Die skandinavischen Energiekonzerne Vattenfall, Fortum <FI0009007132> und Statkraft wollen von der EU stärkere Bestrebungen zum Einhalten der Pariser Klimaziele sehen. Das anvisierte EU-Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2050 müsse in einem europäischen Klimagesetz verankert werden, forderten die Konzerne aus Schweden, Finnland und Norwegen am Donnerstag. Dazu müssten auch schlüssige Zwischenziele zur Verringerung der Treibhausgasemissionen für 2030 und 2040 aufgezeigt werden. Ein Preis für den CO2-Ausstoß sei nach Ansicht der drei Unternehmen ein Schlüssel zu einer kosteneffizienten Emissionsverminderung und Klimafinanzierung.

Der designierte EU-Vizekommissionspräsident für Klimaschutz, Frans Timmermans, hatte Anfang Oktober gesagt, er wollte in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit ein Klimaschutzgesetz vorschlagen, das das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 in der EU-Gesetzgebung verankere. Zudem wolle er umgehend damit beginnen, ehrgeizigere Ziele für die Zeit bis 2030 zu erarbeiten. Bislang will die EU den Ausstoß klimaschädlicher Gase bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 senken, Timmermans ist für 50 oder gar 55 Prozent. Zwischen 1990 und 2018 sind laut vorläufigen Zahlen der Europäischen Umweltagentur 23,2 Prozent geschafft worden.