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Signa-Investoren suchen nach verbleibendem Vermögen: Vertraute von René Benko ziehen sich aus Familien-Stiftung zurück

René Benko im April 2024 bei seinem ersten Auftritt seit der Pleite seiner Signa-Gruppe. - Copyright: picture alliance / EXPA / APA / picturedesk.com | EXPA
René Benko im April 2024 bei seinem ersten Auftritt seit der Pleite seiner Signa-Gruppe. - Copyright: picture alliance / EXPA / APA / picturedesk.com | EXPA

Immobilien machten René Benko zum Milliardär. Doch seit Monaten fällt das Firmenimperium seiner Signa Holding in sich zusammen. Und seine Investoren fahnden nach Vermögenswerten, um ihre Milliardenverluste abzuschwächen. So gerät nun die Laura Privatstiftung aus Innsbruck in den Fokus, hinter der die Familie Benko steht.

Unter dem Dach der österreichischen Stiftung sollen Vertraute des "Wunderwuzzi", des Alleskönners, ein "Schattenreich an Immobilien" aufgebaut haben, wie das "Handelsblatt" berichtete. Demnach umfasst das geheime Portfolio ikonische Bauten wie das Schokoladenhaus am Berliner Gendarmenmarkt. Es soll sich über Ostdeutschland bis nach Österreich erstrecken.

Nun kommt es an der Spitze der Laura Privatstiftung zu personellen Veränderungen. Der Vorstand dünnt sich aus. Laut einem aktuellen Bericht des "Handelsblatts" ist Bernhard Vetter von der Lilie bereits Ende März aus der Führung ausgeschieden. Der Anwalt von der Wiener Wirtschaftskanzlei Arnold zählte zu den wichtigsten Rechtsberatern der Signa-Gruppe.

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Nach Informationen der Zeitung will sich Ende Juni auch Manuel Pirolt aus dem Stiftungsvorstand zurückziehen. Der langjährige Weggefährte von Benko saß in dessen Firmenreich an etlichen Schaltstellen. Er ist unter anderem Vorstand der wichtigen Signa Prime Selection AG. Laut "Handelsblatt" soll er seinen Rückzug aus der Laura Privatstiftung mit Kritik an seiner Doppelfunktion begründet haben.

Benko und seine Mutter gründeten 2007 die Laura Privatstiftung

Die Laura Privatstiftung gründeten Benko und seine Mutter bereits 2007. Sie trägt den Namen von Benkos Tochter aus erster Ehe. Der Zweck: "Die Sicherung der Versorgung der Begünstigten", bei denen es sich ursprünglich um Benko, seine Mutter und Nachkommen gehandelt haben soll, so das "Handelsblatt".

Offenbar kam es im vergangenen Februar zu einer Änderung – doch es ist unklar, wer aus der Familie in Zukunft von der Stiftung profitiert. Gegenüber der Zeitung erklärten die Anwälte von Benko lediglich, die Begünstigten seien "mehrere enge Familienangehörige unseres Mandanten, deren Begünstigtenrechte nicht vererbt werden können".

Benko selbst gab an, nach der Signa-Pleite nur noch 3.700 Euro im Monat zu verdienen. Umso genauer dürften seine Investoren beobachten, was mit der Laura Privatstiftung geschieht. Die "Bild"-Zeitung berichtet von einer "Anti-Benko-Allianz", der prominenter Gläubiger wie der Milliardär Klaus-Michael Kühne oder die französische Peugeot-Familie angehören sollen. In ihrem Auftrag fahnden Experten offenbar nach den Immobilien der Stiftung.

Fu