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Siegfried Russwurm soll neuer BDI-Präsident werden

BERLIN (dpa-AFX) - Siegfried Russwurm, Aufsichtsratsvorsitzender der Industrieunternehmen Thyssenkrupp <DE0007500001> und Voith, soll neuer Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) werden. Gemeinsam mit allen Vizepräsidenten wolle er Russwurm der Mitgliederversammlung am 30. November als Nachfolger empfehlen, sagte der amtierende BDI-Chef Dieter Kempf nach Angaben des Verbandes am Montag in Berlin. Russwurm wird bei einer Wahl ab Januar das Amt übernehmen. Kempf tritt nach zwei Amtsperioden nicht mehr an. Eine Periode dauert zwei Jahre.

Der 56-jährige Russwurm bringe sowohl Erfahrungen aus der Industrie mit und kenne sich auch im Mittelstand aus, hieß es beim BDI. Von 2008 bis 2017 war er demnach Mitglied des Vorstands von Siemens <DE0007236101>. In dieser Zeit war der promovierte Ingenieur verantwortlich für alle Industriethemen. Zu seinen Regionalzuständigkeiten im Konzern gehörten unter anderem Europa, Afrika und der Mittlere Osten.

Russwurm ist Mitglied des Präsidiums der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und des Vorstands der Deutsch-Schwedischen Handelskammer. Er war Vorsitzender der Nordafrika-Mittelost-Initiative der deutschen Wirtschaft unter dem Dach des BDI, Vorsitzender der Plattform Industrie 4.0 einiger BDI-Mitgliedsverbände sowie engerer Vorstand des BDI-Mitgliedsverbands der Maschinen- und Anlagenbauer, VDMA.

"Angesichts der Corona-Pandemie mit allen dadurch ausgelösten völlig unerwarteten Herausforderungen ist der BDI als Stimme der Industrie im politisch-gesellschaftlichen Dialog besonders gefordert", sagte Russwurm. Er wolle sich gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden des BDI dafür einsetzen, "dass die Unternehmen in Deutschland und Europa die heftige Rezession möglichst rasch überwinden und unsere Industrie ihre weltweite Spitzenstellung im digitalen Wandel sichert und stärkt".