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Scholz will sich in Nigeria für Erdgas-Importe stark machen

BERLIN/ABUJA (dpa-AFX) -Bundeskanzler Olaf Scholz will sich bei seinem Besuch in Nigeria für Erdgas-Importe aus dem westafrikanischen Land einsetzen. "Nigeria verfügt über die größten Gasvorkommen in Afrika", sagte Scholz in einem Interview der nigerianischen Zeitung "The Punch". "Deutsche Unternehmen haben ein Interesse an Gaslieferungen aus Nigeria und sehen einer Zusammenarbeit mit nigerianischen Gasunternehmen erwartungsvoll entgegen." Deutschland setze auch auf gemeinsame Initiativen, um die Produktion von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft voranzubringen.

Deutschland bezieht zwar in großem Umfang Erdöl aus Nigeria, aber noch kein Gas. Bereits bei der ersten Afrika-Reise des Kanzlers im vergangenen Jahr hatte die Gasversorgung eine prominente Rolle gespielt. Im Senegal bot Scholz eine deutsche Beteiligung an der Erschließung von Gasfeldern vor der Küste des westafrikanischen Landes an. Von Klimaschützern wurde das scharf kritisiert, weil es sich um einen fossilen Energieträger handelt, der klimaschädliche Gase generiert. Die Bundesregierung argumentiert, dass für die Übergangsphase zu erneuerbaren Energien weiterhin Gas benötigt werde.

Scholz war am Sonntagmorgen zur dritten großen Afrika-Reise in seinen noch nicht einmal zwei Jahren als Bundeskanzler aufgebrochen. Neben Nigeria, dem wirtschaftsstärksten und bevölkerungsreichsten Land des Kontinents, will er auch das westafrikanische Ghana besuchen. In Nigeria sehe er neben dem Energiebereich auch noch in anderen Sektoren Potenzial für eine verstärkte Zusammenarbeit, sagte Scholz in dem Interview. Er nannte Infrastruktur, Agrarwirtschaft, Bodenschätze, Informations- und Kommunikationstechnologie, Verkehr und Logistik.

Er warb auch für eine Reform des UN-Sicherheitsrats, "in dem vor allem afrikanische Staaten einen ständigen Sitz erhalten und mehr Gehör finden müssen". Derzeit besteht das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen aus den fünf ständigen Mitgliedern USA, Frankreich, Großbritannien, Russland und China sowie zehn wechselnden Mitgliedern. Auch Deutschland strebt einen ständigen Sitz im Fall einer Reform an.