Werbung
Deutsche Märkte schließen in 6 Stunden 27 Minuten
  • DAX

    18.306,89
    +96,34 (+0,53%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.912,67
    +10,07 (+0,21%)
     
  • Dow Jones 30

    39.164,06
    +36,26 (+0,09%)
     
  • Gold

    2.339,10
    +2,50 (+0,11%)
     
  • EUR/USD

    1,0700
    -0,0009 (-0,09%)
     
  • Bitcoin EUR

    57.393,38
    +569,43 (+1,00%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.277,65
    -6,18 (-0,48%)
     
  • Öl (Brent)

    82,41
    +0,67 (+0,82%)
     
  • MDAX

    25.339,43
    -34,46 (-0,14%)
     
  • TecDAX

    3.339,04
    +8,37 (+0,25%)
     
  • SDAX

    14.387,81
    +36,39 (+0,25%)
     
  • Nikkei 225

    39.583,08
    +241,54 (+0,61%)
     
  • FTSE 100

    8.211,39
    +31,71 (+0,39%)
     
  • CAC 40

    7.499,43
    -31,29 (-0,42%)
     
  • Nasdaq Compositive

    17.858,68
    +53,53 (+0,30%)
     

Russlands "Wunder-Panzer" findet kaum Abnehmer – auch Moskau setzt im Ukraine-Krieg auf andere Waffen

Der T-14 Armata auf einer Militärparade 2018.  - Copyright: KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP via Getty Images
Der T-14 Armata auf einer Militärparade 2018. - Copyright: KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP via Getty Images

Die russische Armee möchte ihren fortschrittlichen Panzer T-14 Armata exportieren. Russland selbst scheint jedoch nicht so sehr an dem neuen Panzer interessiert zu sein. Die Streitkräfte haben nur wenige Einheiten des T-14 gekauft. Im Ukraine-Krieg wurde der Armata bisher demnach überhaupt nicht eingesetzt.

Nichtsdestotrotz versuchte Rosoboronexport – das staatliche Rüstungsunternehmen, das den Armata herstellt – den neuen Panzer auf der "Army 2022" zu verkaufen, einer großen Verteidigungsmesse, die von der russischen Regierung gesponsert wird. Zuvor wurde auf der IDEX-Messe 2021 in Abu Dhabi nur ein maßstabsgetreues Modell des Fahrzeugs ausgestellt, was dazu führte, dass „sechs Länder“ Interesse an dem T-14 bekundeten, so Rosoboronexport. Seit der Armata im Jahr 2015 veröffentlicht wurde, hat Russlands Panzer der nächsten Generation westliche Analysten beunruhigt. Es wurde befürchtet, dass er die wichtigsten Kampfpanzer der Nato – wie den M1 Abrams, Challenger 2 und Leopard 2 – dominieren könnte.

Seit Beginn des Zweiten Weltkriegs entwickelten sich die sowjetischen Panzer T-34 und T-55 der 1940er und 1950er Jahre zu den heutigen T-72 und T-90 weiter. Diese waren tendenziell kleiner, billiger und entbehrlicher als ihre westlichen Gegenstücke.

Ein zerstörter russischer T-90M im Ukraine-Krieg. - Copyright: REUTERS/Vitalii Hnidyi
Ein zerstörter russischer T-90M im Ukraine-Krieg. - Copyright: REUTERS/Vitalii Hnidyi

Experten waren jedoch überrascht vom neuen Design und Konzept des Armata, eines Hightech-Fahrzeugs, das über ein aktives Schutzsystem zum Abschuss von Panzerabwehrraketen, ausgeklügelte Sensoren und Datenvernetzung, Borddrohnen sowie einen hohen Automatisierungsgrad verfügt. Bemerkenswert ist zudem, dass der T-14 über eine 125-mm-Kanone verfügt, die in einem unbemannten Turm untergebracht ist, sodass die Besatzung sicher in der dick gepanzerten Hülle bleiben kann. Die dünnere Panzerung von Panzertürmen ist oft ein Schwachpunkt, wie in der Ukraine zu sehen war, wo im Westen hergestellte Panzerabwehrwaffen viele russische Panzer zerstört haben.

Der Armata ist schlichtweg zu teuer

Tatsächlich schien Russland mit dem Armata einen Panzer entwickelt zu haben, der Nato-Panzern überlegen war. Moskau kündigte zunächst Pläne an, bis 2025 2.300 Armatas zu einem geschätzten Preis von vier Millionen US-Dollar pro Stück zu kaufen. Bis 2020 war diese Zahl jedoch auf 132 gesunken, da die russische Armee sich entschied, stattdessen ihre bestehenden Panzer zu modernisieren.

Der Armata „wurde zur Geisel vieler neuer Technologien und Systeme, die eingeführt wurden“, sagte das russische Verteidigungsmagazin "VPK". Denn die Innovationen hatten auch ihren Preis. Das Fahrzeug wurde unerschwinglich teuer, wie es heißt. "Infolgedessen kam das Verteidigungsministerium zu dem Schluss, dass es keine Notwendigkeit gab, sich mit großen Chargen von Armatas zu beeilen. Und der Schwerpunkt sollte auf den Panzern T-72, T-80 und T-90 liegen", heißt es weiter.

WERBUNG

In diesem Sinne mag die russische Armee vorausschauend gewesen sein. Die Ukraine behauptet, dass die russische Panzerproduktion durch westliche Sanktionen lahmgelegt wurde. Angesichts der Tatsache, dass in zahlreichen russischen Waffen, die in der Ukraine gefunden wurden, westliche Elektronik gefunden wurde, stellt sich die Frage, ob die russische Industrie den Armata überhaupt weiter bauen kann, wenn die Sanktionen andauern.

Dieser Artikel wurde von Klemens Handke aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.