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ROUNDUP: US-Beschäftigung bleibt hinter Erwartungen zurück

·Lesedauer: 2 Min.

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Erholung des Arbeitsmarktes in den USA ist zum Jahresende 2021 weniger als erwartet vorangekommen. So hat die US-Wirtschaft im Dezember wesentlich weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft seien 199 000 Stellen hinzugekommen, teilte das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt hingegen mit 450 000 neuen Stellen gerechnet.

Die Beschäftigungsentwicklung ist aber nicht so enttäuschend, wie sie auf den ersten Blick scheint. So wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten um insgesamt 141 000 Stellen nach oben revidiert.

Zudem hat die Arbeitslosenquote Ende des vergangenen Jahres das niedrigste Niveau seit Beginn der Corona-Krise erreicht. Die Quote fiel im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent. Es ist der sechste Rückgang der Quote in Folge. Analysten wurden von der Stärke des Rückgangs überrascht. Sie hatten im Schnitt nur mit einem leichten Absinken der Quote auf 4,1 Prozent gerechnet.

Mit dem erneuten Rückgang erreichte die Quote den niedrigsten Stand seit Februar 2020, und damit seit dem Beginn der Corona-Krise. Diese hatte zu einer massiven Belastung auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt geführt. Vor der Krise zeigten sich in der größten Volkswirtschaft der Welt längere Zeit Arbeitslosenquoten unter der Marke von 4,0 Prozent.

"Der US-Arbeitsmarkt kommt lediglich in Trippelschritten voran", kommentierte Thomas Gitzel von der VP Bank. Es gebe viele freie Stellen die nicht besetzt werden könnten. "Die Hilfszahlungen der öffentlichen Hand waren so üppig, dass noch viele Arbeitnehmer davon zehren dürften und eine Rückkehr an den Arbeitsmarkt bislang noch nicht für nötig erachten." Zudem hätten sich offenbar viele ältere Arbeitnehmer vom Arbeitsmarkt verabschiedet, sagte Gitzel.

Die eklatante Lücke zwischen Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage lässt die Löhne steigen. So sind im Dezember die Stundenlöhne stärker gestiegen als erwartet. Sie legten um 0,6 Prozent zum Vormonat zu. Während Volkswirte lediglich mit einem Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet hatten.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Stundenlöhne um 4,7 Prozent und damit ebenfalls stärker als prognostiziert zu. Hier war ein Plus von 4,2 Prozent erwartet worden.

Die US-Notenbank Fed schaut sehr stark auf den Arbeitsmarkt. "Der immer engere Arbeitsmarkt lässt auch die Löhne stärker steigen", kommentierte Commerzbank <DE000CBK1001>-Ökonom Christoph Balz. Die extrem expansive Geldpolitik passe immer weniger in die Zeit. "Der Druck auf die Fed nimmt zu, die Zinsen zu erhöhen", so Balz. Eine Zinserhöhung schon im März werde immer wahrscheinlicher.

In Frankfurt hat der Dax <DE0008469008> seine Verluste ausgeweitet. Die Renditen von US-Staatsanleihen legten zu. Sie stieg die Rendite fünfjähriger Anleihen erstmals seit Januar 2020 über die 1,5 Prozent. Der Euro legte etwas zu.

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