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ROUNDUP: SAP-Rivale Oracle versprüht Zuversicht für KI-Geschäfte - Aktie steigt

AUSTIN (dpa-AFX) -Der US-Softwarekonzern Oracle US68389X1054 hat mit hohen Buchungen für seine Programme und mit Partnerschaften Optimismus für die künftigen Geschäfte ausgelöst. Der SAP DE0007164600-Rivale kündigte am Dienstagabend nach US-Börsenschluss in Austin (Texas) einen Ausbau der Zusammenarbeit mit dem Technologie-Riesen Microsoft US5949181045 und dem ChatGPT-Erfinder OpenAI an, welche die Cloud-KI-Plattform des Windows-Konzerns auch auf Oracle-Datencenter erweitern soll. Außerdem will der Suchmaschinenriese Google US02079K1079 Oracle-Datenbanktechnik in seiner Cloudplattform anbieten. Das trieb die Aktien kräftig an.

Im vorbörslichen US-Handel machten die Oracle-Papiere am Mittwoch einen Sprung um rund 9 Prozent nach oben. Damit würden sie ihr Rekordhoch von Mitte März bei 132,77 US-Dollar deutlich übertreffen. Seit Jahresbeginn stand schon zum US-Börsenschluss am Vortag ein Plus von 17,5 Prozent zu Buche. SAP profitierte derweil im Dax DE0008469008 moderat von den Nachrichten des Konkurrenten, für die Aktien der Walldorfer ging es um 0,7 Prozent aufwärts. Damit bringt es SAP nun auf eine Marktkapitalisierung von 216 Milliarden Euro, was den ersten Platz im Dax bedeutet. Bei Oracle sind es nun umgerechnet 345 Milliarden Euro.

Die Auftragsbücher für die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) sowie die Umsatzprognose des US-Softwarekonzerns seien beeindruckend, schrieb UBS-Analyst Karl Keirstead. Analyst Mark Murphy von der US-Bank JPMorgan bemängelte jedoch, dass der Umsatz im vierten Geschäftsquartal die Erwartungen am Markt verfehlt habe und auch der Ausblick aufs laufende erste Geschäftsquartal mau sei.

Im vierten Geschäftsquartal (Ende Mai) erzielte Oracle einen Umsatz von 14,3 Milliarden US-Dollar (13,3 Mrd Euro), ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das war zwar weniger als von Analysten zuvor erwartet. Mit Rechenkraft in Cloud-Datencentern (IaaS) legte Oracle allerdings ein deutliches Plus um 42 Prozent auf 2,0 Milliarden Dollar hin, was leicht über den Schätzungen lag. Bei Cloudprogrammen zur Unternehmenssteuerung, wo Oracle direkt mit SAP konkurriert, fiel das Wachstum merklich schwächer aus als gedacht.

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Allerdings kündigte Oracle-Chefin Safra Catz dank hoher Buchungen eine Beschleunigung beim Wachstum insgesamt an. Im neuen Jahr soll der in Aussicht gestellte Schub bei KI-Anwendungen den Umsatz im zweistelligen Prozentbereich anziehen lassen. Allein im vierten Quartal habe das Unternehmen Verträge für über 12,5 Milliarden Dollar rund um KI-Technik unter Dach und Fach gebracht, sagte sie.

Unter dem Strich ging der Nettogewinn im Quartal um fünf Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar zurück. Ein Jahr zuvor hatte Oracle sich Steuern gutschreiben können.