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ROUNDUP: Ifo-Geschäftsklima fällt zum fünften Mal in Folge

·Lesedauer: 2 Min.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November erneut verschlechtert. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, fiel gegenüber dem Vormonat um 1,2 Punkte auf 96,5 Zähler, wie das Ifo-Institut am Mittwoch in München mitteilte. Es ist der fünfte Rückgang in Folge. Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas moderateren Rückgang gerechnet. Ökonomen deuteten die Resultate als Zeichen wirtschaftlicher Stagnation, schlimmstenfalls sogar Schrumpfung.

"Lieferengpässe und die vierte Coronawelle machen den Unternehmen zu schaffen", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die befragten Firmen bewerteten sowohl die aktuelle Lage als auch die Zukunftsaussichten ungünstiger als im Vormonat. Das Geschäftsklima trübte sich in allen betrachteten Wirtschaftsbereichen ein.

Im Gegensatz zur stark exportorientierten deutschen Wirtschaft sind die französischen Unternehmen zuversichtlicher. Das Geschäftsklima hellte sich im November nach Zahlen vom Mittwoch auf und liegt sowohl über dem vor der Corona-Krise verzeichneten Niveau als auch über seinem langfristigen Durchschnitt. Die Lieferprobleme und die hohen Einkaufspreise belasteten die deutsche Wirtschaft offenbar stärker als die französische, kommentierte Ökonom Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Schon seit längerem leiden die deutschen Unternehmen unter erheblichen Engpässen im weltweiten Warenhandel, die bei vielen Rohstoffen und Vorprodukten zu kräftigen Preissteigerungen geführt haben. Zum überwiegenden Teil sind die Engpässe eine Folge der Corona-Pandemie. Verstärkt wird die Belastung durch die sich eintrübende Corona-Lage mit stark steigenden Neuinfektionen. Zahlreiche Bundesländer haben bereits damit begonnen, schärfere Corona-Beschränkungen einzuführen. Das lastet auf den Wachstumsaussichten.

Bankvolkswirte äußerten sich entsprechend skeptisch. Die Konjunktur verliere weiter an Dampf, erklärte Jens-Oliver Niklasch, Ökonom von der Landesbank Baden-Württemberg. "Im Moment dürften die Corona-Lage, die Lieferkettenthematik und der Anstieg der Inflation den Unternehmenssektor belasten." Da zunächst keine Trendwende in Sicht sei, dürfte der konjunkturelle Jahresausklang unerfreulich werden, erwartet Niklasch.

Die Zeichen stünden mittlerweile auf Schrumpfung der deutschen Wirtschaft, warnte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, mit Blick auf das Schlussquartal des laufenden Jahres. Sei bis vor kurzem noch von einer Stagnation auszugehen gewesen, sei mittlerweile ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts wahrscheinlich. Auch Jörg Krämer, Chefökonom der Commerzbank, äußerte sich pessimistisch: "Die deutsche Wirtschaft dürfte im Winterhalbjahr bestenfalls stagnieren."

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