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Kaffee könnte bald noch teurer werden – das ist der Grund

Vietnamese worker sorts coffee beans in central highlands - Copyright: Nhac Nguyen/AFP via Getty Image
Copyright: Nhac Nguyen/AFP via Getty Image

Kaffee könnte bald teurer werden. Denn ein wichtiger Indikator, der den Preis der Espresso-Bohnen mitbestimmt, erreichte zuletzt ein Rekordhoch.

Die Sorte Robusta ist sowohl für Espresso als auch für Instantkaffee die Grundlage. Vietnam produziert am meisten Robusta, gefolgt von Brasilien.

Eine lange, durch El Niño verursachte Dürre in Vietnam ließ den Preis für Robusta-Futures am Mittwoch auf den höchsten Stand seit mindestens 16 Jahren steigen, wie "Bloomberg" berichtete.

Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums produziert Vietnam mehr als ein Drittel der weltweiten Robusta. Im Dezember sagte die Behörde voraus, dass Brasilien in diesem Jahr aufgrund von Klimaproblemen weniger von den beliebten Kaffeebohnen ernten würde. Gleichzeitig könne Vietnam weniger exportieren, da die Vorräte im vergangenen Jahr gesunken sind. Die diesjährige Dürre könnte dazu führen, dass sich der Trend fortsetzt – und die Produktion auch im kommenden Jahr begrenzt sein wird.

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Erst im März erklärte der vietnamesische Kaffeeverband, dass die Ausfuhren in den zwölf Monaten bis September 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um bis zu 20 Prozent zurückgehen könnten.

"Wir können nicht sagen, wann die Preise ihren Höhepunkt erreichen werden", sagte Tran Thi Lan Anh, stellvertretende Direktorin des vietnamesischen Exporteurs Vinh Hiep Co. gegenüber "Bloomberg". Die Landwirte und Händler gingen davon aus, dass die Kosten für die Bohnen um 15 Prozent pro Kilogramm gegenüber den derzeitigen Preisen steigen könnten.

Auch das Ansammeln von Robusta trieb den Preis in die Höhe. Einige vietnamesische Landwirte verkaufen ihre Kaffeebohnen nicht und halten bis zu 13 Prozent der diesjährigen Ernte zurück, heißt es im Bericht. Dahinter stecke die Hoffnung, die Bohnen später zu einem höheren Preis verkaufen zu können.

Der Kaffee-Konsum in Asien ist seit 2018 um 15 Prozent gestiegen

Wie "Bloomberg" im März berichtete, importiert Vietnam zunehmend billigeren Robusta aus Brasilien, um die steigende Nachfrage der einheimischen Kaffeetrinker zu befriedigen.

Und da das verfügbare Einkommen in Asien steigt, kaufen die Verbraucher auch mehr Kaffee. Die asiatischen Länder konsumierten im vergangenen Jahr 15 Prozent mehr Kaffee als 2018. Das ist der größte Anstieg aller Regionen, aber immer noch viel weniger als Europa, wie Daten der International Coffee Organization zeigen.

Es wird eine Weile dauern, bis die höheren Bohnenpreise bei den Verbrauchern ankommen. Der Preis für euren Mokka ist also vorerst sicher.

Lest den Originalartikel auf Business Insider