Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    13.298,96
    +46,10 (+0,35%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.539,27
    +22,17 (+0,63%)
     
  • Dow Jones 30

    30.140,17
    +170,65 (+0,57%)
     
  • Gold

    1.837,20
    -3,90 (-0,21%)
     
  • EUR/USD

    1,2152
    +0,0003 (+0,0243%)
     
  • BTC-EUR

    15.633,52
    -222,61 (-1,40%)
     
  • CMC Crypto 200

    372,05
    -7,19 (-1,90%)
     
  • Öl (Brent)

    46,07
    +0,43 (+0,94%)
     
  • MDAX

    29.517,75
    +230,57 (+0,79%)
     
  • TecDAX

    3.117,66
    +32,33 (+1,05%)
     
  • SDAX

    13.969,70
    +127,08 (+0,92%)
     
  • Nikkei 225

    26.751,24
    -58,13 (-0,22%)
     
  • FTSE 100

    6.550,23
    +59,96 (+0,92%)
     
  • CAC 40

    5.609,15
    +34,79 (+0,62%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.450,21
    +73,03 (+0,59%)
     

ROUNDUP: Firmen geben Rekordgelder für Forschung aus - kaum Corona-Folgen

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Unternehmen in Deutschland haben so viel Geld für Forschung und Entwicklung ausgegeben wie noch nie. Im vergangenen Jahr stiegen die eigenen Ausgaben um 4,8 Prozent auf 75,6 Milliarden Euro, wie eine Befragung des Stifterverbands mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung zeigt. Demnach schlägt sich die Corona-Krise bislang kaum in den Forschungsausgaben nieder.

Laut dem Papier von Mittwoch haben Unternehmen nicht nur mehr Geld für interne Forschung und Entwicklung (F&E) ausgegeben, sondern auch für Forschungsaufträge an Dritte. Die externen Ausgaben stiegen auf 21,6 Milliarden Euro (plus 4,4 Prozent). Das wirkt sich auch bei den Jobs aus: Zähle man alle Voll- und Teilzeitmitarbeiter sowie Menschen, die einen Teil ihrer Arbeitszeit für F&E aufwenden, ergebe sich der Rekordwert von 470 400 Vollzeitstellen, hieß es.

Insgesamt investierte Deutschland 3,17 Prozent der Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung. "Staat, Wirtschaft und Hochschulen haben ihre Ausgaben in Forschung und Entwicklung noch einmal deutlich gesteigert", sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Deutschland halte Kurs auf das Ziel, bis 2025 einen Anteil von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für F&E auszugeben.

Die Erhebung des Stifterverbands, für die mehr als 27 000 Unternehmen von März bis August befragt wurden, zeigt für das laufende Jahr keine großen Veränderungen. "Die Auswirkungen der Corona-Krise waren bis zur Jahresmitte noch nicht in den FuE-Budgetplanungen der Unternehmen zu erkennen", hieß es. Firmen versuchten, an Forschungsbudgets festzuhalten und Projekte nicht abzubrechen.

Mit Abstand am meisten wird laut dem Stifterverband in der Autobranche geforscht und entwickelt. Etwas mehr als jeder dritte Euro für F&E entfiel auf die Branche. Überdurchschnittlich viel Geld für Forschung floss auch in der Pharmaindustrie, bei der Herstellung von elektronischen Bauelementen und Datenverarbeitungsgeräten sowie in der Navigations- und Messtechnik. Dennoch gebe es in solchen Branchen der Spitzentechnik bei den internen F&U-Ausgaben im weltweiten Vergleich noch Nachholbedarf, betonte der Stifterverband, hinter dem Unternehmen, Verbände, Stifter und Privatpersonen stehen.