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ROUNDUP: Auftakt der Tarifverhandlungen für Volks- und Raiffeisenbanken

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SULZBACH/TAUNUS (dpa-AFX) - Für gut 135 000 Beschäftigte deutscher Genossenschaftsbanken geht es seit Dienstag ums Geld: In den Tarifverhandlungen für die Volks- und Raiffeisenbanken will die Gewerkschaft DBV 6,1 Prozent mehr Lohn sowie eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde auf 38 Stunden durchsetzen. Die Arbeitgeber erklärten nach der ersten Verhandlungsrunde im hessischen Sulzbach, die Sichtweisen seien noch sehr unterschiedlich. Die Verhandlungen sollen am 16. Mai im Raum Frankfurt fortgesetzt werden.

Wie in den inzwischen abgeschlossenen Tarifrunden für die Landes- und Förderbanken sowie die privaten Banken liegt auch dieses Mal das Thema mobiles Arbeiten auf dem Tisch. Der Deutsche Bankangestellten-Verband (DBV) fordert dafür verbindliche Mindeststandards in den genossenschaftlichen Instituten.

Der Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR), Jürgen Kikker, bekräftigte nach der ersten Runde: "Die Gehaltsforderungen des DBV gehen an der aktuellen Situation in den Banken vorbei. Sie sind einseitig auf einen möglichst hohen Inflationsausgleich ausgerichtet und berücksichtigen nicht die Risiken und Herausforderungen, mit denen die genossenschaftlichen Bankenarbeitgeber durch die Transformation der Wirtschaft und den Krieg in der Ukraine konfrontiert sind." Der AVR vertritt rund 750 Volks- und Raiffeisenbanken sowie das genossenschaftliche Spitzeninstitut DZ Bank.

Bei den Gesprächen für die Genossenschaftsbanken ist auch die Gewerkschaft DHV als langjähriger Verhandlungspartner mit den bei ihr organisierten genossenschaftlichen Betriebsräten vertreten. Das Bundesarbeitsgericht hatte der DHV - Die Berufsgewerkschaft im Juni die Tariffähigkeit abgesprochen. Gegen das Urteil der höchsten deutschen Arbeitsrichter hat die DHV Verfassungsbeschwerde eingelegt.

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