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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow stark - Anleger setzen auf Lockerungen

NEW YORK (dpa-AFX) - Zuversichtlich sind Anleger in New York in die neue Handelswoche gegangen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> baute die Gewinne am Montag im Verlauf des Handels immer mehr aus und schloss 1,51 Prozent höher auf 24 133,78 Punkten. Die Hoffnung auf eine allmähliche Rückkehr zur Normalität in Zeiten des Coronavirus hatte zuvor bereits die Aktienmärkte Asiens und Europas angetrieben. Dieser Trend setzte sich auch in New York fort.

Der Gouverneur des stark von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaates New York hat einen Plan für die Rückkehr zur Normalität vorgelegt. "Wir wollen die Wirtschaft wieder hochfahren", sagte Andrew Cuomo am Wochenende, "aber wir müssen dabei behutsam und intelligent vorgehen." Firmen sollen sicherstellen, dass in Büros und Fabriken Abstandsregeln eingehalten werden können und dass sie genügend Atemmasken für ihre Angestellten haben. Die ersten Unternehmen könnten am 15. Mai öffnen, sagte Cuomo - vorausgesetzt, die Lage bessere sich weiterhin.

Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> stieg um 1,47 Prozent auf 2878,48 Zähler, während der Nasdaq 100 <US6311011026> um 0,58 Prozent auf 8837,66 Punkte weniger stark zulegte.

Analyst Chris Hussey von Goldman Sachs sprach von "ermutigenden Zeichen", dass sich die Ausbreitung des Virus verlangsame. So sei der prozentuale Anstieg der Infiziertenzahl am Sonntag der niedrigste seit Ausbruch der Pandemie gewesen. Die Kursentwicklung am US-Aktienmarkt sei in den vergangenen Wochen sehr eng mit dieser Kennziffer verknüpft gewesen, so Hussey.

Unter den Einzelwerten machten Tesla-Aktien <US88160R1014> mit einem Plus von gut 10 Prozent auf sich aufmerksam. Sie stiegen auf den höchsten Stand seit Anfang März. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, der Hersteller von Elektrofahrzeugen erwäge erste Schritte für eine Wiederaufnahme der Produktion in Kalifornien.

Gesucht waren ferner die Aktien von Banken. Die Kursgewinne von JPMorgan <US46625H1005>, Morgan Stanley <US6174464486>, Citigroup <US1729674242>, Goldman Sachs <US38141G1040> und Bank of America <US0605051046> reichten von 3,5 bis zu 8 Prozent.

Facebook <US30303M1027> will das rasante Wachstum bei Videochats in der Corona-Krise nicht dem Aufsteiger Zoom <US98980L1017> überlassen und kontert mit einem eigenen Angebot. Das konnte Anleger jedoch nicht begeistern, die Facebook-Aktie gab um 1,4 Prozent nach. Sie war seit Mitte März allerdings auch stark gestiegen.

Dass der größte US-Autobauer General Motors <US37045V1008> im Zuge der Pandemie nun die Quartalsdividende aussetzen und auch keine Aktien mehr zurückkaufen will, kam dagegen gut an. Nach anfänglichen Verlusten stieg das Papier um 2,3 Prozent.

Am US-Rentenmarkt verloren richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen 18/32 Punkte auf 107 31/32 Punkte und rentierten mit 0,66 Prozent. Der Euro <EU0009652759> bewegte sich im US-Handel kaum noch und kostete zum Börsenschluss an der Wall Street 1,0827 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0852 (Freitag: 1,0800) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9214 (0,9259) Euro gekostet./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---