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ROUNDUP/Aktien New York: Erholung dank Lichtblicken im Ukraine-Krieg

·Lesedauer: 3 Min.

NEW YORK (dpa-AFX) - Kleine Hoffnungsschimmer im Krieg in der Ukraine haben am Mittwoch eine Erholung an den US-Börsen ausgelöst. Nach vier verlustreichen Börsentagen legte der Dow Jones Industrial <US2605661048> im frühen Handel um 1,70 Prozent auf 33 193 Punkte zu. Kursstützend wirkte sich auch der Rückgang der Energiepreise nach deren jüngster Rekordjagd aus.

Als ein Lichtblick erscheint den Anlegern das geplante Treffen der Außenminister der Ukraine und Russlands an diesem Donnerstag im türkischen Antalya. Zudem deutet die Regierung in Kiew inzwischen an, dass sie nicht mehr auf einer sofortigen Nato-Mitgliedschaft beharrt und schließt eine Neutralität des Landes nicht aus - was zumindest einem Teil der russischen Forderungen entsprechen würde.

Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> rückte angesichts dieser Entwicklung um 1,84 Prozent auf 4248 Punkte vor. Der technologielastigen Nasdaq 100 <US6311011026> stieg mit 2,24 Prozent auf 13 565 Zähler noch etwas stärker.

Zudem verlautete nach russischen Agenturberichten aus dem Außenministerium Russlands, dass Moskau seinerseits keinen Machtwechsel in der Ukraine anstrebe. Das hatte sich in den vergangenen Kriegstagen noch anders angehört.

Zwar ist die Wall Street seit Beginn des Konflikts deutlich weniger in Mitleidenschaft gezogen worden als etwa die europäischen Börsen, doch summieren sich auch dort die Verluste inzwischen. Am Mittwoch entspannte sich nun auch an den Rohstoffmärkten die Lage etwas, die Preise für Öl und Gas gaben nach.

Viele Marktexperten warnen trotz möglicher Schnäppchen bei Aktien vor übersteigerten Hoffnungen. "Ohne eine Deeskalation des Russland-Ukraine-Konflikts könnte es für die Aktienmärkte noch schwer werden, einen Boden zu finden", befürchtet Barclays-Experte Emmanuel Cau. Und Jürgen Molnar von Robomarkets weist darauf hin, dass selbst bei einem Ende des blutigen Konflikts die geo- und wirtschaftspolitischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen nicht aus dem Weg geräumt seien. "Was vor allem bleiben dürfte, sind die Konsequenzen steigender Energie- und Rohstoffpreise für Inflation, Geldpolitik und Wirtschaftswachstum. Nicht zu vergessen die Verwerfungen im Finanzsystem, sollte Russland tatsächlich in die Staatspleite schlittern."

Die sich möglicherweise etwas aufhellende Lage zog an den Aktienmärkten starke Sektorrotationen nach sich. Die Verlierer der jüngsten Krise waren nun gesucht und die Profiteure wurden gemieden. So gerieten etwa die Kurse der Energiebranche unter Druck. Chevron <US1667641005>, Exxonmobil <US30231G1022> und ConocoPhillips <US20825C1045> <US20825C1045> fielen um 2,5 bis 3 Prozent. Noch stärker gaben die Papiere der Zulieferer und Dienstleister wie Halliburton <US4062161017> und Schlumberger <AN8068571086> nach.

Profiteure der neuen Entwicklung waren vor allem die Aktien der Reise- und Freizeitindustrie. So gewannen die Anteile des Online-Reiseportals Booking 7,4 Prozent. Aktien des Online-Reisebüros Trip.com gewannen 4,7 Prozent. Die Papiere der Fluggesellschaften American Airlines <US02376R1023>, United Airlines <US9100471096> und Jetblue <US477143101> legten um bis zu zehn Prozent zu.

An die Spitze des Dow setzten sich indes Nike-Aktien <US6541061031> mit einem Plus von sechs Prozent. Sie wurden von recht optimistischen Prognosen des Kontrahenten Adidas <DE000A1EWWW0> für das laufende Jahr mit nach oben getrieben.

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