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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax etwas fester nach zwei schwachen Tagen

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei Tagen mit Kursverlusten hat sich der Dax <DE0008469008> am Mittwoch vor den geldpolitischen Signalen der US-Notenbank Fed etwas gefangen. Zum Handelsschluss verbuchte der Leitindex ein Plus von 0,33 Prozent auf 15 570,36 Punkte. Damit setzte sich die Stagnation auf hohem Niveau fort. Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Werte legte mit 0,77 Prozent auf 35 200,70 Zähler stärker zu. Neben den Fed-Beschlüssen am Abend sorgten Quartalszahlen von Unternehmen für Aufmerksamkeit und Kursausschläge.

Die Federal Reserve wird am Abend trotz hoher Inflationsraten wohl noch keine geldpolitische Trendwende vollziehen. Ein klares Signal zur Rückführung der Anleihekäufe dürfte es laut Ökonomen noch nicht geben. Die Diskussionen im geldpolitischen Ausschuss der Notenbank über einen Ausstieg sollten jedoch weiter gehen. Die Leitzinsspanne dürfte die Fed bei 0,0 bis 0,25 Prozent belassen.

Am deutschen Markt setzte die Deutsche Bank <DE0005140008> mit Quartalszahlen und einer höheren Ertragsprognose zunächst ein positives Zeichen. Die Papiere gewannen im frühen Handel als bester Dax-Wert bis zu 4,5 Prozent, drehten dann aber ins Minus und schlossen 1,1 Prozent schwächer. Analysten zeigten sich mit Blick auf die zukünftig erzielbaren Renditen vorsichtig.

Auf einem der Spitzenplätze im Dax lagen die Anteile des Triebwerkherstellers MTU <DE000A0D9PT0> mit plus 2,7 Prozent nach starken Quartalszahlen des Flugzeugbauers Boeing. Dessen Aktien zogen in New York um 5,5 Prozent an und in ihrem Aufwind Airbus um 2,5 Prozent. Heidelbergcement kündigte Aktienrückkäufe von bis zu einer Milliarde Euro an, was den Kurs der Aktie um 1,1 Prozent zulegen ließ.

Die Anteile der Deutschen Börse <DE0005810055> verloren nach Zahlen auf dem letzten Dax-Platz 2,1 Prozent. Analyst Peter Richardson von der Privatbank Berenberg stufte das zweite Quartal als leichte Enttäuschung ein. Der Börsenbetreiber habe vor allem von Sondereffekten profitiert. Auch detaillierte Zahlen des Chemiekonzerns BASF "lösten keine Begeisterung mehr aus", wie Analyst Thorsten Strauß von der NordLB schrieb. BASF verloren 1 Prozent.

Nach Geschäftszahlen von Telefonica Deutschland rutschten im MDax deren Aktien <DE000A1J5RX9> als größter Verlierer um 7,5 Prozent ab. Analyst Andrew Lee von Goldman Sachs rechnet wegen Investitionen in die Netztechnik 5G in den kommenden Jahren mit niedrigen Renditen.

Im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> waren die Papiere der Deutschen Pfandbriefbank <DE0008019001> mit plus 6,5 Prozent der stärkste Titel. Das Geldhaus schraubte die Prognosen für das laufende Jahr nach oben.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> rückte am Mittwoch um 0,94 Prozent auf 4103,03 Zähler vor. Noch etwas stärker ging es mit dem Pariser Cac 40 <FR0003500008> aufwärts. Der FTSE 100 <GB0001383545> blieb in London mit einem Plus von 0,29 Prozent etwas zurück. An der Wall Street trat der Dow Jones Industrial <US2605661048> zum europäischen Handelsschluss auf der Stelle.

Der Euro <EU0009652759> zeigte sich mit 1,1810 US-Dollar wenig bewegt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1807 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,50 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> stieg um 0,02 Prozent auf 146,29 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> notierte am Abend 0,05 Prozent höher auf 176,43 Punkte./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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