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ROUNDUP 2: G7-Parlamentschefs sichern Ukraine Unterstützung zu

(Neu: Details zum Treffen von Baerbock und Pelosi im vorletzten Absatz ergänzt)

BERLIN (dpa-AFX) - Die Parlamentspräsidenten der G7-Staaten und des Europäischen Parlaments haben der Ukraine weitere Solidarität im Krieg gegen Russland zugesichert. "Die Menschen in der Ukraine verteidigen nicht nur ihre, sondern unser aller Demokratie, somit ist es ein geringer Preis, den wir zahlen müssen", sagte Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, bei einem Treffen mit ihren Kolleginnen und Kollegen am Freitag in Berlin. "Natürlich machen uns hohe Energiepreise Sorgen, aber diese Menschen riskieren ihr Leben."

Die US-Demokratin sprach von substanzieller Sicherheitsunterstützung für die Ukraine, humanitärer und wirtschaftlicher Hilfe sowie "Sanktionen, Sanktionen, Sanktionen", die Russland weh tun müssten. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) sagte, Russlands Präsident Wladimir Putin führe einen Kampf gegen alle liberalen Demokratien des Westens und ruiniere dabei sein eigenes Land. "Und diesen Kampf wird er nicht gewinnen." Diese Überzeugung brächten die G7 zum Ausdruck.

An dem Treffen in Berlin nahm auch der ukrainische Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk teil. Er hatte zuvor Forderungen seines Landes nach der Lieferung von Kampfpanzern unterstrichen. "Die Situation an der Front hat sich jetzt verändert, dank unserer Armee, aber auch dank der Waffen, die wir bekommen haben", sagte Stefantschuk am Freitag. "Deshalb brauchen wir neue, moderne Waffen." Die Ukrainerinnen und Ukrainer hätten an der Front bewiesen, dass die Waffen helfen würden.

Vor dem Hintergrund der laufenden Gegenoffensive der ukrainischen Truppen wird momentan verstärkt über die Lieferung von westlichen Kampfpanzern diskutiert, die von Kiew gefordert werden. Bisher hat kein Nato-Land Kampfpanzer westlicher Bauart geliefert.

Pelosi - gemäß Protokoll die Nummer drei der USA - sagte: "Es ist klar, dass dieser Krieg gewonnen werden muss." Die Menschen in der Ukraine kämpften für die Demokratie überall. Die klare Botschaft dieses Tages sei, dass die G7 solidarisch seien.

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) bekräftigte bei einem späteren Treffen mit der US-Politikerin einen Zusammenhalt der Demokratien mit Blick auf Russlands Angriffskrieg in der Ukraine. "Die Ukrainer haben bewiesen, dass die Demokratie stärker ist als eine Diktatur", sagte Baerbock. "Demokratien unterstützen einander." Putins Ziel sei es gewesen, die Demokratie selbst zu zerstören. Der Krieg habe bereits gezeigt, dass ihm das nicht gelingen werde.

Es waren zudem noch weitere Treffen von Pelosi mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geplant. Deutschland hat derzeit den Vorsitz der G7-Gruppe inne, der auch Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die USA und Großbritannien angehören.