Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    17.930,32
    -24,16 (-0,13%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.955,01
    -11,67 (-0,23%)
     
  • Dow Jones 30

    37.983,24
    -475,84 (-1,24%)
     
  • Gold

    2.360,20
    -12,50 (-0,53%)
     
  • EUR/USD

    1,0646
    -0,0085 (-0,79%)
     
  • Bitcoin EUR

    60.218,30
    -3.423,14 (-5,38%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    85,45
    +0,43 (+0,51%)
     
  • MDAX

    26.576,83
    -126,35 (-0,47%)
     
  • TecDAX

    3.326,26
    -28,04 (-0,84%)
     
  • SDAX

    14.348,47
    -153,01 (-1,06%)
     
  • Nikkei 225

    39.523,55
    +80,92 (+0,21%)
     
  • FTSE 100

    7.995,58
    +71,78 (+0,91%)
     
  • CAC 40

    8.010,83
    -12,91 (-0,16%)
     
  • Nasdaq Compositive

    16.175,09
    -267,10 (-1,62%)
     

RobCo: Ohne Pitchdeck zu Millionen von Lightspeed und Sequoia

Robcos Management Team um die Gründer Paul Maroldt, Roman Hölzl und Constantin Dresel (vorne v.l.n.r.) - Copyright: RobCo
Robcos Management Team um die Gründer Paul Maroldt, Roman Hölzl und Constantin Dresel (vorne v.l.n.r.) - Copyright: RobCo

Nach Sequoia Capital beteiligt sich nun der nächste amerikanische VC-Fonds an dem Münchener Robotik Startup Robco. Im Rahmen einer Series-B Finanzierungsrunde sammelt das Unternehmen 39 Millionen Euro ein. Insgesamt steigt das Investitionsvolumen damit auf 55 Millionen Euro. Angeführt wird die Runde von dem amerikanischen Wagniskapitalgeber Lightspeed Ventures mit Sitz im Silicon Valley.

Dabei war das Startup gar nicht auf der Suche nach frischem Kapital, sagt Gründer und CEO Roman Hölzl. Mit den 13 Millionen Euro, die Robco erst Ende 2022 erhalten hat, sei das Unternehmen gut aufgestellt gewesen – weswegen er auch gar kein aktuelles Pitchdeck ausgearbeitet habe. Genommen hat Hölzl das Geld trotzdem. Denn mit dem Lightspeed Team "verbindet uns eine lange Partnerschaft", auch wenn diese bis jetzt nie formalisiert wurde, so Hölzl.

Ebenfalls an Robco beteiligt sind Frank Thelen über seinen VC-Fonds Freigeist, sowie Wunderlist-Gründer Christian Reber und Helsing-Gründer Torsten Reil.

"Wir lösen Ihren Fachkräftemangel"

Robco entwickelt Automatisierungslösungen für mittelständische Industrieunternehmen. Mit diesen sollen Maschinen schnell und flexibel für verschiedene Aufgaben umprogrammiert und eingesetzt werden können, wirbt Hölzl. Wie zum Beispiel das Palettieren oder Be- und Entladen von Maschinen. Zum Erfassen von Anwendungsfällen setze das Startup unter anderem auf Laser-Sensoren, die auch Apple in ihren iPhones einsetzt. Durch die Automatisierungslösungen sollen aufwändige Programmierungen und geschultes Fachpersonal nicht mehr erforderlich sein.

WERBUNG

Potenzielle Kunden sollte es genug geben – nicht nur in Deutschland. Einer Studie von McKinsey zufolge werden Industrieunternehmen weltweit in den kommenden Jahren ein Viertel ihrer Investitionen in automatisierte Systeme stecken. Robcon fokussiert sich allerdings nur auf Kunden in der westlichen Welt. China ist derzeit kein Fokus und soll es auch in Zukunft nicht sein, weil der Markt dort „anders strukturiert ist", erklärt Hölzl.

Roboter sollen durch KI intelligenter werden

Das frische Kapital soll genutzt werden, um mit der Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) die Robco-Software weiterzuentwickeln. Die Roboter sollen in Zukunft „ihre Umgebung selbstständig erfassen, analysieren sowie Aktionen planen und ausführen können“, erklärt Roman Hölzl. Dafür will Robco die Anzahl seiner Mitarbeiter "ungefähr verdoppeln in diesem Jahr". Aktuell beschäftigt das Startup deutschlandweit 52 Mitarbeiter, davon die meisten in München. Laut Gründer & CEO "sollte das Geld für die nächsten drei Jahre ausreichen".

Hinter Robco stehen neben Hölzl die Mitgründer Constantin Dresel und Paul Maroldt. Die drei Ingenieure haben an der TU München studiert. Basis für ihre Gründung im Jahr 2020 waren nach eigenen Aussagen Forschungsergebnisse aus mehr als sieben Jahren am Lehrstuhl für Robotik und künstliche Intelligenz. Parallel zum Master war Roman Hölzl Teil des Center for Digital Technology and Management (CDTM). Das Programm unterstützt Studentinnen und Studenten dabei, ihre Ideen in die Praxis umzusetzen. Auch andere deutsche Startups wie Personio, Trade Republic und Forto sind aus dem Programm hervorgegangen.

Deutsche Robotik-Startups international gefragt

Deutsche Startups für Robotik-Lösungen scheinen es internationalen Investoren angetan zu haben. Wandelbots, eine Ausgründung der TU Dresden, hat Insight Partners mit seinem Geschäftsmodell 2022 überzeugt. Der amerikanische VC InterAlpen, dessen Gründer auch in Tesla, SpaceX und Twitter investiert hat, beteiligte sich Ende 2023 an dem Robotik-Startup Neura aus Baden-Württemberg. Durch die von Softbank angeführte Series-C-Finanzierungsrunde wurde das Münchner Startup Agile Robotics 2021 zum ersten deutschen Roboter-Einhorn.