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Der Rhein hat zu wenig Wasser: Bald nicht mehr schiffbar?

(Bloomberg) -- Während die Hitzewelle in Europa andauert, verhindern derzeit gerade noch 37 Zentimeter Wasserstand, dass Teile des Kontinents effektiv von der Versorgung mit lebenswichtigen Rohstoffen abgeschnitten werden.

Das - kaum mehr als die Höhe einer Kiste Bier - ist die Differenz zwischen dem aktuellen Wasserstand an einer der kritischen Stellen des Flusses und dem Punkt, an dem viele Schiffe den Fluss nicht mehr befahren können. Laut Prognose dürfte der Wasserstand bis morgen nochmal um 5 cm fallen.

Der aktuelle Stand von 77 Zentimetern bei Kaub ist für diese Jahreszeit der niedrigste seit mindestens 2007. Sollte er von diesem Stand um weitere 37 Zentimeter fallen, wird der Transport für Lastkähne mit Rohstoffen ab hier unwirtschaftlich, so Jörg Belz, ein Vertreter der Bundesanstalt für Gewässerkunde.

Millionen Tonnen Rohstoffe werden jährlich den Rhein auf und ab verschifft. Der Wassermangel beeinträchtigt bereits jetzt die Verschiffung von Kohle und Ölprodukten flussaufwärts. Historische Daten legen nahe, dass der Wasserstand an der Schlüsselstelle in Kaub von nun an bis Anfang Oktober tendenziell weiter sinken dürfte.

Tatsächlich können Lastkähne Kaub auch noch passieren, wenn der Wasserstand unter 40 Zentimeter fällt - aber die geringen Menge an Fracht, die sie dafür höchstens aufnehmen können, bedeutet, dass sich die Fahrt angesichts der Kosten für Treibstoff und Besatzung nicht mehr lohnt, so Belz.

Überschrift des Artikels im Original:

The Rhine Is Inches From Being Too Shallow for Shipments

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©2022 Bloomberg L.P.

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