Werbung
Deutsche Märkte schließen in 5 Stunden 55 Minuten
  • DAX

    18.477,33
    -40,70 (-0,22%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.910,13
    -37,70 (-0,76%)
     
  • Dow Jones 30

    40.954,48
    +742,76 (+1,85%)
     
  • Gold

    2.475,40
    +7,60 (+0,31%)
     
  • EUR/USD

    1,0942
    +0,0039 (+0,36%)
     
  • Bitcoin EUR

    59.768,40
    +2.204,90 (+3,83%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.356,98
    +14,65 (+1,09%)
     
  • Öl (Brent)

    80,79
    +0,03 (+0,04%)
     
  • MDAX

    25.544,38
    -32,36 (-0,13%)
     
  • TecDAX

    3.364,58
    -10,73 (-0,32%)
     
  • SDAX

    14.554,15
    -70,23 (-0,48%)
     
  • Nikkei 225

    41.097,69
    -177,39 (-0,43%)
     
  • FTSE 100

    8.151,20
    -13,70 (-0,17%)
     
  • CAC 40

    7.557,74
    -22,29 (-0,29%)
     
  • Nasdaq Compositive

    18.509,34
    +36,77 (+0,20%)
     

Hilfe zwielichtiger Hintermänner für Putin: So verschafft sich Russland Zugang zu Technologie aus China und der Türkei

 - Copyright: Contributor via Getty Images
- Copyright: Contributor via Getty Images

Trotz der Kampagne des Westens, Moskaus Kriegswirtschaft von benötigter Ausrüstung abzuschneiden, hilft ein Netzwerk undurchsichtiger Firmen Russland dabei, wichtige Technologie zu beschaffen, berichtet ein Think Tank.

Nach Angaben des Center for Advanced Defense Studies konnten russische Waffenhersteller hochpräzise Werkzeuge aus westlicher Produktion beziehen, indem sie auf den Gebrauchtmärkten von Ländern kauften, die noch mit dem Kreml Handel treiben, wie China, Südkorea und die Türkei.

Diese Länder sind weder Herkunfts- noch Zielland der gehandelten Waren, sondern erleichtern deren Versand. "Unternehmen und Einzelpersonen in diesen Ländern fungieren als Vermittler und liefern nicht nur an russische Auftragnehmer in der Rüstungsindustrie. Sie liefern auch an russische Tochtergesellschaften ausländischer Werkzeugmaschinenfirmen, die Russland angeblich nach Februar 2022 verlassen haben", schrieb der Analyst Al Maggard.

WERBUNG

Gebrauchte CNC-Werkzeugmaschinen beziehungsweise computergesteuerte Werkzeugmaschinen sind nicht so ausgereift, wie aktuelle Modelle. Sie reichen dennoch aus, um Moskaus militärischen Bedarf zu decken, so Maggard. Für Putin stelle das eine Erleichterung dar.

Ohne diese Märkte hätte Russland ein Problem

Ohne die Hilfe dieser Märkte sei es unwahrscheinlich, dass russische Hersteller kurz- bis mittelfristig die Anforderungen der Industrie erfüllen könnten. Obwohl der Denkfabrik-Bericht besagt, dass seine Ergebnisse nur an der Oberfläche dieser Handelsnetze kratzen, hebt er eine Reihe von Fallstudien hervor, in denen undurchsichtige Firmen dabei halfen, CNC-Werkzeuge nach Russland zu liefern.

In einem dieser Fälle, der von der Financial Times bestätigt wurde, geht es um einen in China ansässigen Wiederverkäufer namens ELE Technology. Seine Website war kurz nach Moskaus Einmarsch in die Ukraine 2022 registriert worden.

Nach Angaben von CADS lieferte das Unternehmen fast 100 japanische CNC-Werkzeuge an ein russisches Rüstungsunternehmen. Es verstieß damit möglicherweise sowohl gegen US-Sanktionen als auch gegen japanische Ausfuhrkontrollen. Der Auftragnehmer, AMG, ist dem Bericht zufolge seit November 2023 von den USA mit Sanktionen belegt.

Der Westen versucht seinerseits, die russische Wirtschaft noch weiter einzuschränken. Die USA haben erst diesen Monat eine neue Reihe von Sanktionen gegen das Land verhängt. Dazu gehört eine erweiterte Möglichkeit, Sekundärsanktionen gegen Finanzinstitute zu verhängen, die noch immer Handel mit Moskau treiben.

Lest den Originalartikel auf Englisch bei Business Insider