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Profit über Liebe: Tinder, Hinge und OkCupid werden verklagt, weil sie angeblich süchtig machen

Symbolbild: Eine frustrierte Frau schaut auf ihr Smartphone. - Copyright: Getty Images
Symbolbild: Eine frustrierte Frau schaut auf ihr Smartphone. - Copyright: Getty Images

Der Betreiber der Dating-Plattformen Tinder, Hinge und OkCupid wird verklagt, weil behauptet wird, dass seine Apps süchtig machten und das Unternehmen Profit über Liebe stellt.

In einer am Mittwoch beim US-Bezirksgericht für den Nordbezirk von Kalifornien eingereichten Sammelklage behaupten sechs Kläger, dass die Plattformen absichtlich süchtig machende, spielähnliche Designfunktionen geschaffen hätten, um die Nutzer in einer endlosen "Pay-to-Play-Schleife" gefangenzuhalten.

Datingapps machen laut Klage süchtig

Sie behaupteten, dass die Match Group, das Mutterunternehmen, die Plattformen aktiv als "effektive Werkzeuge" für den Aufbau von Beziehungen außerhalb der App präsentiert, sich aber gleichzeitig bemühe, zahlende Abonnenten anzuziehen, zu halten und zu belohnen.

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Die Klage besagt, dass dies mit verschiedenen Mitteln geschehe. Dazu gehören – so die Vorwürfe – teure Abonnements und die dauerhafte Nutzung, Schaffung, Entwicklung und Förderung von psychologisch manipulativen Produktfunktionen sowie der Druck auf Nutzer, ein Abonnement zu kaufen.

Match stelle die Designs auch falsch dar, mache falsche Versprechungen an Verbraucher und vertreibe die Plattformen weiterhin, ohne ihren schädlichen Suchtfaktor offenzulegen, behaupten die Kläger. Sie zitieren auch das Markenversprechen von Hinge, dass die App "dazu entwickelt wurde, um gelöscht zu werden".

Betreiber soll Verantwortung übernehmen

Die Tatsache, dass das Unternehmen die Nutzer nicht über das "absichtlich" süchtig machende Design der Plattform informiere, verstoße gegen Verbraucherschutz- und andere Gesetze in verschiedenen US-Bundesstaaten, heißt es in der Klage. Die Match Group antwortete nicht sofort auf die Bitte von Business Insider um einem Kommentar.

NPR war das erste Medium, das über die Klage berichtete. Dort wies ein Sprecher der Match Group die Vorwürfe zurück und bezeichnete den Fall als "lächerlich und ohne jegliche Grundlage".

"Unser Geschäftsmodell basiert nicht auf Werbung oder Engagement-Metriken", sagte der Sprecher des Unternehmens und fügte hinzu: "Wir bemühen uns aktiv darum, Menschen jeden Tag zu Dates und von unseren Apps wegzubringen. Jeder, der etwas anderes behauptet, versteht den Zweck und die Mission unserer gesamten Branche nicht."

Wer ist die Match Group?

Die Match Group besitzt das größte globale Portfolio an beliebten Online-Dating-Diensten, darunter Tinder, Match.com, OkCupid, Hinge, Plenty of Fish, OurTime und andere Dating-Marken, so die eigenen Angaben.

Im Jahr 2023 stieg der Gesamtumsatz der Match Group um sechs Prozent auf etwa 3,4 Milliarden US-Dollar (rund 3,1 Milliarden Euro), wie aus einem Brief an die Aktionäre hervorgeht. Die Rentabilität erreichte im vierten Quartal 2023 zum zweiten Mal in Folge Rekordniveaus, hieß es.

Die Gruppe hat laut ihrer neuesten Geschäftsübersicht, die im August 2023 veröffentlicht wurde, Hunderte von Millionen angemeldeter Nutzer auf ihren Plattformen.

Die sechs Kläger fordern eine finanzielle Entschädigung für die Prämiengebühren, die sie den Plattformen gezahlt haben, sowie eine einstweilige Verfügung, um das Unternehmen zur Beendigung seiner angeblich rechtswidrigen Praktiken zu zwingen, so die Klage.

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