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Preise für Rohöl klettern weiter

Die Ölpreise befinden sich weiter auf Erholungskurs. Dazu tragen angebliche Fortschritte bei der Einigung auf eine Förderbeschränkung bei.

Spekulationen auf verlängerte Förderbremsen der Erdölproduzenten helfen den Ölpreisen nach oben und machen Aktien aus dem Öl- und Gas-Sektor begehrt. In New York steigen die Papiere von Exxon und Chevron vorbörslich um bis zu 1,6 Prozent.

Devon Energy, Chesapeake Energy, Apache Corp, Occidental Petroleum und Whiting Petroleum ziehen zwischen drei und sechs Prozent an. Callon Petroleum springen um 38,5 Prozent hoch. Die Gruppe Opec+, der neben den Mitgliedern des Ölkartells auch andere Staaten mit Russland an der Spitze angehören, will am Samstag über eine Verlängerung ihrer krisenbedingten Produktionskürzungen beraten.

Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete, dass an diesem Samstag ein Treffen der Ölminister des Verbundes Opec+ stattfinden soll. Offiziell war das Treffen für den 9. bis 10. Juni vorgesehen. Zuletzt gab es große Unsicherheit, ob und wann das Treffen stattfindet.

Der Irak ist laut dem Bericht den großen Förderländern, wie Russland und Saudi-Arabien, entgegengekommen. Er habe eingeräumt, dass er Probleme bei der beschlossenen Senkung der Förderung gehabt habe. Im Juli soll dies aber nachgeholt werden.

Laut Medienberichten wollen Russland und Saudi-Arabien die derzeit geltenden Beschränkungen der Rohölförderung um einen Monat verlängern. Beide Länder hatten andere Staaten dazu aufgerufen, ihre Förderung stärker zu reduzieren, da sie sich zuletzt nicht an die beschlossenen Quoten gehalten hätten. Neben dem Irak standen Nigeria und Kasachstan im Fokus der Kritik.

Die Ölpreise befinden sich nach dem Corona-Crash seit Ende April auf einem Erholungskurs. So stieg der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent seit dem Mitte April erreichten Tief inzwischen wieder um rund 150 Prozent. Auch die Preise für die US-Sorte WTI zogen wieder kräftig an. Im Zuge der Corona-Krise waren die Ölpreise kollabiert - so fiel der Brent-Preis von rund 60 Dollar Mitte Februar bis auf 16 Dollar im April.