Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    18.748,18
    +213,62 (+1,15%)
     
  • Euro Stoxx 50

    5.043,02
    +66,89 (+1,34%)
     
  • Dow Jones 30

    40.204,40
    +450,65 (+1,13%)
     
  • Gold

    2.423,10
    +1,20 (+0,05%)
     
  • EUR/USD

    1,0909
    +0,0039 (+0,36%)
     
  • Bitcoin EUR

    53.301,02
    +297,22 (+0,56%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.216,35
    +17,78 (+1,48%)
     
  • Öl (Brent)

    82,46
    -0,16 (-0,19%)
     
  • MDAX

    25.904,22
    +156,03 (+0,61%)
     
  • TecDAX

    3.408,93
    +14,12 (+0,42%)
     
  • SDAX

    14.684,96
    +17,14 (+0,12%)
     
  • Nikkei 225

    41.190,68
    -1.033,34 (-2,45%)
     
  • FTSE 100

    8.252,91
    +29,57 (+0,36%)
     
  • CAC 40

    7.724,32
    +97,19 (+1,27%)
     
  • Nasdaq Compositive

    18.542,04
    +258,63 (+1,41%)
     

Preise für Immobilien an Nord- und Ostsee fallen: Hier gibt es günstige Ferienhäuser am Meer

Die Immobilien-Preise an der Nord- und Ostsee sind an manchen Orten gesunken. - Copyright: picture alliance / Zoonar | Konrad Weiss
Die Immobilien-Preise an der Nord- und Ostsee sind an manchen Orten gesunken. - Copyright: picture alliance / Zoonar | Konrad Weiss

Für Urlauber, die die Nord- oder Ostsee lieben, ist der Gedanke an ein eigenes Ferienhaus am Meer verlockend.

Doch angesichts der hohen Immobilien-Preise bleibt dieser Traum für viele unerreichbar. Insbesondere auf beliebten Nordseeinseln ist Wohneigentum für die meisten Menschen finanziell kaum realisierbar – zumindest bis jetzt.

Denn: In einigen Regionen auf dem Festland sowie an der Ostseeküste sind die Immobilienpreise deutlich niedriger als auf den großen Inseln. Das belegt eine Auswertung der Maklerfirma Von Poll Immobilien, über die „Zeit Online“ zunächst berichtet hat.

Die Daten zeigen, wie sich die Angebotspreise für Häuser in den Landkreisen, kreisfreien Städten, auf den Halbinseln und Inseln an Nord- und Ostsee entwickelt haben. Zudem legt die Analyse auch offen, wo noch günstigere Ferienhäuser zu finden sind.

WERBUNG

Grundsätzlich ist zu erkennen, dass die EZB-Zinspolitik ihre Spuren an den beliebten Urlaubsorten in Deutschland hinterlassen hat. So sind die Preise zuletzt in vielen Regionen gesunken, da sich aufgrund der gestiegenen Finanzierungskosten weniger Menschen Wohneigentum leisten konnten und wollten. Wie haben sich die Preise konkret entwickelt?

Das kosten Ferienhäuser an der Nordsee

  1. Nordfriesische Inseln (mit Sylt): 11.704 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 9 Prozent

  2. Ostfriesische Inseln: 8833 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 2,4 Prozent

  3. Nordfriesland: 2340 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 8,9 Prozent

  4. Wittmund: 2203 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 7,4 Prozent

  5. Friesland: 2095 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 5,9 Prozent

  6. Aurich: 2069 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 6,5 Prozent

  7. Cuxhaven: 1990 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 7,2 Prozent

  8. Dithmarschen: 1958 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 7,6 Prozent

  9. Wilhemshaven: 1926 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 6,6 Prozent

  10. Emden: 1913 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 3,1 Prozent

  11. Bremerhaven: 1910 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 1,8 Prozent

  12. Wesermarsch: 1872 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 6,6 Prozent

An den Zahlen ist zu erkennen, dass Immobilien an der Nordsee auf dem Festland sehr viel günstiger sind. Verhältnismäßig stark gestiegen sind die Preise in Nordfriesland und Wittmund – laut Von Poll hat das verschiedenste Gründe. „Stellenweise gibt es noch Verkäufer, die weiter an zu hohen Preisvorstellungen festhalten“, sagt Makler Thorsten Lemcke im Gespräch mit „Zeit Online“. Er leitet die Geschäftsstelle der Firma in der Region. In Heide im Kreis Dithmarschen steige zudem künftig aufgrund des geplanten Baus einer Fabrik des Batterieherstellers Northvolt die Nachfrage nach Wohnraum.

Erschwinglicher seien die Preise an Orten, die wenig oder keinen Tourismus haben – darunter Emden, Wilhelmshaven und Bremerhaven. Günstiger als im Landkreis Wesermarsch können Käuferinnen und Käufer allerdings nicht zuschlagen.

Grundsätzlich ist das Preisniveau an der Ostsee noch mal niedriger als an der Nordsee. Die Unterschiede zwischen den Quadratmeterpreisen am Festland und auf den Inseln sind auch nicht ganz so groß. Ein Überblick.

Das kosten Immobilien an der Ostsee

  1. Rostock: 3864 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 4,7 Prozent

  2. Usedom: 3813 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 9,3 Prozent

  3. Rügen: 3629 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 1,3 Prozent

  4. Fehmarn: 3540 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 4,7 Prozent

  5. Ostholstein: 3387 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 5,3 Prozent

  6. Lübeck: 3216 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 8,2 Prozent

  7. Plön: 3213 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 0,5 Prozent

  8. Kiel: 3111 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 4,5 Prozent

  9. Flensburg: 2885 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 3 Prozent

  10. Rendsburg-Eckernförde: 2698 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 4,1 Prozent

  11. Vorpommern-Rügen: 2683 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 3,8 Prozent

  12. Kreis Rostock: 2336 Euro pro Quadratmeter – ein Minus von 6,6 Prozent

Besonders wertstabil seien laut der Auswertung von Von Poll die Immobilien in den Orten Scharbeutz und am Timmendorfer Strand im Kreis Ostholstein. In Scharbeutz kostete der Quadratmeter im Schnitt im ersten Quartal des Jahres 4774 Euro. Am Timmendorfer Strand waren es sogar 5146 Euro.

Experten sind der Meinung, dass die Immobilienpreise in Deutschland noch nicht ausreichend gesunken sind, um Wohneigentum wieder so erschwinglich zu machen wie vor dem Anstieg der Zinsen. Ob die Preise an Nord- und Ostsee weiter fallen werden, bleibt ungewiss.

Laut Von Poll habe sich der Rückgang der Preise zum Ende des vergangenen Jahres bereits verlangsamt. „Die Preise sinken nicht mehr so stark, teilweise steigen sie sogar wieder leicht an“, sagt Daniel Ritter, geschäftsführender Gesellschafter der Maklerfirma, zu „Zeit Online“. Er vermutet: „Die Phase der Marktregulierung könnte bald ein Ende haben“, heißt es.