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Pflegerat warnt wegen Impfpflicht vor Personalengpässen

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler, warnt vor Versorgungsengpässen in der Pflege durch die bevorstehende Impfpflicht für Medizin- und Pflegepersonal. "Es gibt so wenig Personal, dass wir uns nicht erlauben können, dass auch nur eine Einzige oder ein Einziger kündigt", sagte Vogler dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Wenn ungeimpfte Pflegekräfte Tätigkeitsverbote bekommen, wird die Versorgungslage immer prekärer."

Der Umgang mit den Pflegekräften in der Pandemie habe nicht dazu beigetragen, dass man sich wertgeschätzt fühle, stellte Vogler fest. "Wir haben von Beginn an Menschen mit Corona gepflegt, egal ob Masken fehlten oder Schutzkittel, auch bevor es eine Impfung gab. Nun werden Pflegende in politischen Debatten dafür verantwortlich gemacht, dass sich das Virus verbreitet". Das sei unsäglich.

Die neue Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll, warnte im "Spiegel" ebenfalls, "die Pflegekräfte könnten das Gefühl bekommen, sie seien die Sündenböcke der Nation".

Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht soll Mitte März in Kraft treten. Beschäftigte in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Pflegeheimen und Kliniken müssen bis zum 15. März Nachweise vorlegen, dass sie geimpft oder genesen sind - oder ein Attest, nicht geimpft werden zu können.

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