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Personal Branding: Tipps für Linkedin und Co.: Wie ihr euch ein starkes Netzwerk aufbaut

·Lesedauer: 8 Min.

Mittlerweile gibt es viele soziale Netzwerke, die es euch ermöglichen, euch mit Menschen aus der ganzen Welt zu vernetzen. Ein Profil zu erstellen reicht jedoch nicht aus – es gibt einige Aspekte, die ihr beachten solltet, um euch ein zuverlässiges Netzwerk aufzubauen.

Franziska Schaadt hat als Coach mehr als 2.000 Menschen in ihrer persönlichen und professionellen Entwicklung begleitet und unterstützt.

Ihre Erfahrungen in den Bereichen Personal Branding, strategisches Netzwerken und Führung gibt sie an ihre Kundinnen, Kunden und Teammitglieder weiter, ebenso an ihre Mentees und Follower auf Social Media. Schaadt hat zuvor Firmen wie Microsoft bei ihren Social Selling Strategien beraten und im Jahr 2017 ihre Boutique Agentur Franscha für Coaching und Beratung gegründet. Seit diesem Jahr bildet sie in ihrer Future Work Academy auch Coaches aus.

Die Erfahrungen möchten wir in dieser Reihe an an euch weitergeben. In der vergangenen Folge hat sie erklärt, wie ihr auch im Home office für euer Team und eure Führungskräfte sichtbar bleibt. In Teil 5 dieser Serie erfahrt ihr, was ihr bei sozialen Plattformen beachten solltet und wie ihr die richtigen Menschen für euer Netzwerk findet.

Was macht ein gutes Netzwerk aus?

Erst einmal ist es wichtig, ein starkes Netzwerk in echten Leben zu haben, das ihr online ausbauen und ergänzen könnt, sagt Franziska Schaadt. „Es bringt wenig, möglichst viele Kontakte zu haben, zu denen ihr aber gar keinen Bezug habt.“ Überlegt euch: Wen wollt ihr in euer Netzwerk lassen? Wer hilft euch weiter und wem könnt ihr weiterhelfen? Bereits in Teil zwei der Personal Branding Serie hat Schaadt erklärt, wie ihr ein gutes Netzwerk aufbauen könnt:

Ein Drittel eurer Kontakte sollten Menschen sein, die etwas von euch lernen wollen und können, das zweite Drittel sind Menschen, die mit euch auf Augenhöhe sind und das dritte Drittel besteht aus Menschen, von denen ihr lernen könnt.

Die Größe eures Netzwerkes spielt ebenfalls eine Rolle. J mehr Kontakte ihr habt, desto größer ist die Reichweite eurer Personal Brand. Trotzdem solltet ihr darauf achten, dass die Kontakte auch zu eurem Netzwerk passen. Und: Vor allem Vielfalt ist wichtig. „Viele Menschen unterschätzen, wie wichtig ein diverses Netzwerk ist. Häufig bewegen wir uns in unserer eigenen Bubble, ohne weit über den Tellerrand hinauszuschauen“, sagt Schaadt. „Je diverser euer Netzwerk ist, umso mehr Inspirationen und neue Eindrücke bekommt ihr. Und genau so entsteht Innovationskraft.“

Darauf solltet ihr achten, wenn ihr ein Profil erstellt

Um euch ein Netzwerk aufzubauen, braucht ihr erst einmal ein Profil auf einer sozialen Plattform. „Überlegt euch, wer eure Zielgruppe ist und wo ihr sie am besten erreicht. Auch die Funktionen, die die Netzwerke bieten, unterscheiden sich.“ Wollt ihr eurem Netzwerk zum Beispiel Fitness und Workouts bieten, eignen sich Youtube und Instagram wahrscheinlich besser als LinkedIn. Bei Twitter wiederum könnt ihr mit kurzen Texten beispielsweise politische und gesellschaftliche Diskussionen anregen. Wenn ihr euch beruflich vernetzen wollt, eignet LinkedIn sich zum Beispiel gut.

Je nachdem, welche Plattform ihr wählt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie euer Profil aussehen kann. Die meisten haben aber gewisse Basics gemeinsam, wie ein Profilbild und eine Kurzbeschreibung oder Biografie.

„Bei online Plattformen gilt: Der erste Eindruck zählt! Wenn eine Person auf euer Profil aufmerksam wird, sollte sie die wichtigsten Fakten über euch auf den ersten Blick erkennen“, sagt Schaadt. Ihr kennt sicherlich den Spruch: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Daher solltet ihr als Profilbild ein Foto auswählen, auf dem ihr gut erkennbar seid und das zeigt, wofür ihr steht. Bei dem Fitness-Beispiel würde sich also anbieten, wenn ihr ein Profilbild einstellt, das euch in Sportkleidung oder im Fitnessstudio zeigt.

In der Kurzbeschreibung solltet ihr laut Netzwerk-Expertin Franziska Schaadt vor allem drei wichtige Aspekte ansprechen:

  • Wer ist eure Zielgruppe?
    Hier sollte auf den ersten Blick erkennbar sein, wen ihr ansprechen wollt. „Das können zum Beispiel andere Menschen aus eurer Branche sein oder Personen, die sich für eure Produkte oder eure Expertise interessieren.“

  • Was tut ihr, um dieser Zielgruppe zu helfen?
    „Einfach nur einen Titel in die Bio zu schreiben, bringt oft nichts. Woher sollen die Menschen wissen, was eure Aufgaben als District Marketing Officer sind? Beschreibt lieber kurz, wie ihr einen Beitrag für euer Netzwerk leistet“, sagt Schaadt.

  • Mit welchen Themen beschäftigt ihr euch?
    Überlegt euch drei oder vier Themen, über die ihr etwas zu sagen habt und bei denen ihr euch auskennt. Sie können eure Positionierung unterstreichen, sodass die neue Person in eurem Netzwerk weiß, was sie von euch erwarten kann. Außerdem finden sich so auch schneller Gemeinsamkeiten, weil die Person sich ebenfalls für eins der Themen interessiert.

„Der wichtigste Aspekt: Show, don't tell!“, betont Schaadt. „Euer Profil in einem Netzwerk ist nicht einfach nur euer Lebenslauf – es ist eure digitale Visitenkarte, mit der ihr zeigen könnt, wer ihr seid und was euch beschäftigt.“ Alleine mit einem Profil seid ihr nicht sichtbar. Ihr solltet regelmäßig Bilder, Videos und Texte posten, die einen Einblick in eure Persönlichkeit geben.

„Ich werde häufig gefragt, in welcher Regelmäßigkeit man etwas posten sollte. Dafür gibt es natürlich keine allgemeine Regel, aber ich würde sagen, dass zwei bis drei Posts pro Woche ratsam sind“, meint Schaadt. Mittlerweile gibt es auch verschiedene Tools, die euch helfen, eure Postings zu planen.

Wenn ihr Bilder, Texte oder Links veröffentlicht, sollten sie eine gute Mischung aus beruflichem und persönlichem Kontext sein, rät Schaadt. Welchen Unterschied es zwischen privaten und persönlichen Inhalten gibt, könnt ihr in diesem Text nachlesen. „Postet über etwas, das euch beschäftigt und das auch euer Netzwerk interessiert.“ Als Faustregel schlägt die Expertin die Verteilung 70 x 20 x 10 vor.

„70 Prozent der Posts sollten mit eurer Personal Brand zu tun haben. Das können Erfahrungen sein, die ihr teilen möchtet, Anregungen zu Diskussionen oder Tipps für euer Netzwerk“, sagt Schaadt. „Zu 20 Prozent könnt ihr auch andere Quellen nutzen, also zum Beispiel einen interessanten Artikel posten, den ihr gelesen habt oder den Beitrag von jemand anderem teilen. Etwa 10 Prozent der Posts können Selbstpromotion sein, bei denen ihr Produkte oder Leistungen von euch in den Vordergrund stellt und bewerbt.“

Wie ihr euch mit den richtigen Personen vernetzt

Im oberen Teil des Textes hat Franziska Schaadt erklärt, dass sich ein gutes Netzwerk durch Qualität, Größe und Vielfalt auszeichnet. Doch wie findet ihr die Personen, die zu eurem Netzwerk passen? „Viele Menschen werden von Kontaktanfragen überschwemmt – ihr solltet auf keinen Fall jeden Kontakt annehmen, der euch eine Anfrage stellt“, rät Schaadt. „Filtert eure Anfragen und sucht nach Gemeinsamkeiten: Arbeitet die andere Person in derselben Branche wie ihr? Hattet ihr mal einen gemeinsamen Arbeitgeber oder wart ihr auf derselben Uni? Ist die Person vielleicht Spezialist bei einem Thema, das euch auch interessiert? Habt ihr gemeinsame Kontakte?“

Schaadt empfiehlt, jeden eurer Kontakte anzuschreiben, sobald sie Teil eures Netzwerkes sind. „Einfach nur mit jemanden vernetzt zu sein, bedeutet nämlich nicht direkt, dass ihr auch eine Verbindung mit der Person habt.“ Dabei hilft es, auf andere zuzugehen und Fragen zu stellen, zum Beispiel: Was ist deine Intention zur Vernetzung? Kann ich dir bei einer Sache helfen?

Schaadts Tipp, um Personen zu finden, die ähnliche Interessen haben wie ihr: online Events. „Wenn ihr an einer Veranstaltung teilnehmt, könnt ihr euch direkt mit den Teilnehmern und Speakern vernetzten.“ Das ist ein guter Anknüpfungspunkt, um den ersten Kontakt aufzubauen. So könnt ihr schreiben: „Hey, ich habe gesehen, dass du ebenfalls an dem Vortrag teilgenommen hast. Was sind deine Gedanken dazu?“

Die meisten Plattformen bieten die Möglichkeit an, Gruppen zu erstellen und beizutreten. Auch hier könnt ihr neue Kontakte finden. Interessiert ihr euch beispielsweise für das Thema Recruiting in Startups, gibt es sicher eine Gruppe mit Teilnehmern, mit denen ihr euch vernetzen könnt.

No-Gos in sozialen Netzwerken

In einem sozialen Netzwerk angemeldet zu sein bedeutet nicht, ein starkes eigenes Netzwerk zu haben. Franziska Schaadt verrät ein paar Fehler, die ihr vermeiden solltet:

  • Nur über euch selbst reden: Online sollte es so laufen, wie auch im analogen Leben, sagt die Netzwerk-Expertin. Stellt der anderen Person Fragen und zeigt Interesse an eurem Gegenüber. „Wenn ihr zum Beispiel jemanden auf einer Party kennenlernt, erzählt ihr ja auch nicht nur von euch. Ihr solltet dem Anderen zuhören können – auch online.“

  • Direkter Sales Pitch: Vernetzt ihr euch mit einer anderen Person, soll das nicht einfach jemand sein, dem ihr euer Produkt verkaufen wollt. „Soziale Plattformen sind zum Netzwerken da – nicht verkaufen“, so Schaadt. „Stellt euch erst einmal der anderen Person vor und tretet in Kontakt. So könnt ihr auch herausfinden, ob sie interessiert sein könnte an eurer Arbeit.“

  • Eure Zielgruppe falsch ansprechen: Mit eurer Personal Brand sprecht ihr meist eine bestimmte Gruppe von Menschen an. Macht euch klar, welche Wortwahl und Art von Kommunikation angebracht ist. „Wenn ihr mit Menschen aus eurer Branche oder Kolleginnen und Kollegen vernetzt seid, solltet ihr diese anders ansprechen, als ihr mit euren besten Freunden redet.

  • Neue Kontakte einfach nur hinzufügen: Wenn ihr jemanden in euer Netzwerk aufnehmt, bekommt ihr die Möglichkeit, euch auszutauschen und neue Blickwinkel auf verschiedene Themen zu bekommen. „Daher ist es auch wichtig, die Kontakte zu pflegen“, sagt Schaadt. „Seht euch die Beiträge der Person an, kommentiert und liked diese. So entsteht eine Verbindung, die euch weiterhilft.“

  • Sensible und private Themen besprechen: „Überlegt euch vorab, welche Themen vielleicht nicht so geeignet sind für euer Profil“, rät Schaadt. In vielen Fällen sind politische oder religiöse Meinungen zum Beispiel nicht unbedingt angebracht. „Seid euch bewusst, dass bestimmte Posts auch Konsequenzen haben können.“

  • Zu viele Profile auf verschiedenen Plattformen: „Einige meinen: je mehr, desto besser. Aber ich finde es viel sinnvoller, ein gepflegtes Profil auf einer Plattform zu haben, das ihr regelmäßig mit Content bespielt, anstatt überall nur halbe Sachen zu machen“, sagt Franziska Schaadt.

Die anderen Texte der Personal Branding Serie findet ihr hier:

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