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Gold beschert euch historische Gewinne – aber auch diese Rohstoffe steigen stark im Wert

Ein Kleinschürfer hält sein Gold, das in einer Verarbeitungsanlage rund 100 km nördlich der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator zusammengeschmolzen wurde, am 5. April 2012.  - Copyright: REUTERS/David Gray
Ein Kleinschürfer hält sein Gold, das in einer Verarbeitungsanlage rund 100 km nördlich der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator zusammengeschmolzen wurde, am 5. April 2012. - Copyright: REUTERS/David Gray

Es ist nicht alles Gold, was glänzt - das liegt daran, dass andere Rohstoffe ebenso hell glänzen. Der Rohstoffhandel hat in den letzten Monaten geboomt, so Darrell Martin, CEO von Apex Trader Funding, da von Industriemetallen bis hin zu Öl alles heißer läuft.

"Die Marktvolatilität, die durch diese großen Bewegungen entsteht, schafft eine Menge Möglichkeiten", sagte er. "Es entsteht eine große Volatilität innerhalb eines Tages, was für Händler erstaunlich ist. Das gibt ihnen eine Menge Möglichkeiten, in den Markt einzusteigen und auf diese Weise Einkommen zu erzielen."

Unterstützt wird die Rallye durch eine Vielzahl von physischen Rohstoffen, die den rohstoffbasierten S&P GSCI in diesem Jahr um 12,8 Prozent ansteigen ließen und damit den Anstieg des S&P 500 von sieben Prozent deutlich übertrafen. Laut "Bloomberg" hat dies die profitabelste Periode in der Geschichte des Rohstoffhandels ausgelöst, in der die vier größten privaten Handelsunternehmen seit 2022 einen Gewinn von 50 Milliarden Dollar (47 Milliarden Euro) erzielten.

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"Dies ist die klassische spätzyklische Rallye bei Rohstoffen", sagte Jeff Currie von Carlyle am Mittwoch zu CNBC. "Wir sehen ein weltweites Wirtschaftswachstum, die Industrieproduktion hat die Talsohle erreicht und beginnt zu expandieren; dem stehen niedrige Lagerbestände und nicht viele freie Kapazitäten gegenüber."

Nach Ansicht von Marktexperten gibt es zwei Schlüsselthemen, die hinter dem rasanten Anstieg der Rohstoffmärkte stehen.

Engpässe bei den Vorräten

Ein geringes Angebot ist das zentrale Thema, das die Gewinne bei Rohstoffen wie Kupfer und Kakao antreibt. "Die Kupferversorgungskrise ist da", titelte die Bank of America in einer Notiz vom Montag: "Das knappe Angebot an Kupferminen schränkt die Raffinadeproduktion zunehmend ein: Der viel diskutierte Mangel an Minenprojekten beginnt endlich zu wirken."

Die Bank of America schätzt, dass das Metall bis 2026 einen Preis von 5,44 Dollar pro Pfund erreichen wird, was einem Aufwärtspotenzial von 27 Prozent gegenüber dem derzeitigen Preis von 4,28 Dollar entspricht.

In diesem Jahr ist der Preis bisher um 11,6 Prozent gestiegen, ein Aufschwung, den sowohl Currie als auch Martin mit einem Wiederaufschwung der Produktion nach der Pandemie in Verbindung bringen. Nach Ansicht der Bank of America ist Kupfer aber auch das Epizentrum der Energiewende und wird durch den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz weiter profitieren.

Ähnlich verhält es sich bei Kakao, wo Dürreperioden und Missernten den Preis für diesen Rohstoff auf Rekordhöhe getrieben haben. In den letzten zwölf Monaten haben die Kakao-Futures um 256 Prozent zugelegt, und eine Tonne kostet rekordverdächtige 10.900 Dollar (10.275 Euro).

Auch wenn dies wie eine Pechsträhne der Erzeugerländer erscheinen mag, könnte der Klimawandel in Zukunft zu Engpässen in der Landwirtschaft führen, wie das "Wall Street Journal" in einem kürzlich erschienenen Artikel feststellte. Den Kaffeebohnen könnte das gleiche Schicksal drohen, da der Rohstoff in diesem Jahr bereits einen Höhenflug erlebt hat.

Globale Unsicherheiten

Während sich das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auch auf Rohöl erstreckt, sind die schwankenden makroökonomischen Aussichten ein weiterer Faktor, der die Dynamik von Öl und Gold beeinflusst. Im bisherigen Jahresverlauf ist der Goldpreis um fast 15 Prozent gestiegen, obwohl ein Teil seines Erfolgs auf die unterdurchschnittliche Performance von 2023 zurückzuführen ist, so Martin.

"Gold hinkt immer hinterher. Und wenn es dann endlich losgeht, gibt es einen großen Knall". Am Freitag erreichte Gold mit 2424 Dollar (2285 Euro) pro Unze ein weiteres Allzeithoch.

Die hartnäckige Inflation, die massiven Käufe der Zentralbanken und die geopolitischen Turbulenzen haben den sicheren Hafen nach oben getrieben. Aus diesen Gründen sieht Martin eine Vervierfachung des Goldpreises innerhalb von drei bis fünf Jahren.

Andere Schätzungen sind nicht so kühn, aber Analysten wie Ed Yardeni und David Rosenberg gehen davon aus, dass der Goldpreis in den kommenden Jahren um 50 Prozent beziehungsweise 30 Prozent steigen wird. Yardeni rechnet auch damit, dass Brent-Öl die Marke von hundert Dollar (94 Euro) pro Barrel erreichen wird, wenn der Konflikt im Nahen Osten eskaliert.

Während das Jahr 2024 für die Rohstoffhändler bisher ein Segen war, warnen einige vor den makroökonomischen Auswirkungen der steigenden Preise. Marktexperten sind der Meinung, dass steigende Rohstoffpreise zu einem neuen Inflationsschub führen werden, der die Chancen auf eine Zinssenkung der Federal Reserve dämpft.

"Wenn sie die Zinsen senken, steigen [die Rohstoffe], aber sie senken die Zinsen nicht, weil die Rohstoffpreise höher sind", sagte Currie. "Aus der Perspektive der Rohstoffe ist es also ein Gewinn, und das bringt mich zu dem Punkt zurück, dass Rohstoffe zu diesem Zeitpunkt im Konjunkturzyklus genau aus diesem Grund immer die beste Wahl sind."

Lest den Originalartikel auf Englisch hier.