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Niedrigwasser am Rhein: Schifffahrt nach Havarie eines Schiffes zeitweise eingestellt

Sandbank im Rhein bei Oberwesel  - Copyright: Rolf Kosecki / Picture Alliance
Sandbank im Rhein bei Oberwesel - Copyright: Rolf Kosecki / Picture Alliance

Auf dem von extremem Niedrigwasser betroffenen Rhein hat am Mittwoch ein havariertes Güterschiff den Schiffsverkehr zeitweise lahmgelegt. Das Schiff war in der Nacht auf Mittwoch zwischen St. Goar und Oberwesel liegen geblieben und hatte die Fahrrinne blockiert. Am Mittwochvormittag habe es freigeschleppt werden können, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Die Schifffahrt auf der wichtigsten deutschen Wasserstraße sollte bis zum Mittag wieder freigegeben werden. Bis Schiffe wieder rheinabwärts fahren können, werde es allerdings etwas länger dauern.

Das 190 Meter lange und fast 23 Meter breite Güterschiff war in der Fahrrinne flussaufwärts mit einem Maschinenschaden liegen geblieben, sodass kein Schiff mehr passieren konnte.

Am Rhein gibt es seit Wochen extremes Niedrigwasser. Schiffe können daher – wenn überhaupt – nur noch mit weniger Ladung fahren. Dies behindert den Warenverkehr auf Deutschlands wichtigster Wasserstraße. Besonders betroffen sind davon Lieferungen mit Rohstoffen wie Öl und Kohle. Ökonomen sehen darin bereits ein erhebliches, zusätzliches Risiko für die Konjunktur und die Energiesicherheit. Zuletzt hatten Experten der Deutschen Bank zudem vor zusätzlichen Risiko von Havarien gewarnt.

DPA / ro